In Oldenburg wird gern mit den Fahrradstraßen geworben. In der Regeln sind sie eine Mogelpackung. Der Bereich Haarenesch- und Katharinenstraße etwa ist ein gefährlicher Slalomkurs zwischen parkenden und fahrenden Autos. An der geplanten Fahrradstraße Achterdiek sollen Schilder aufgestellt werden, darüber hinaus soll sich nichts ändern, um den Schleichverkehr dort zu verhindern oder zumindest zu beruhigen. Lediglich am Haarenufer kann man (seit die Parkplätze entfernt wurden) wirklich von einer Fahrradstraße sprechen.
Das wird sich künftig kaum ändern, denn in der Regel ist es kaum möglich, Autos komplett auszusperren. Daher ist es richtig, dass nun an einer Blaupause für einen Kompromissweg gearbeitet wird. Wichtig ist, dass die Bürger beteiligt werden und diese die Möglichkeit auch nutzen. Denn das Ziel muss es sein, die Vorschläge bei allen künftigen Straßenausbaumaßnahmen anwenden zu können, ohne dass mit Anwohnern ewig über jede Einzelmaßnahme erneut gestritten wird.
Darüber hinaus muss die Stadt daran arbeiten, die Zahl der an der Straße parkenden Autos generell zu reduzieren. Es muss einerseits durchgesetzt werden, dass (wo vorhanden) die Stellplätze auf den Grundstücken auch genutzt werden.
Zudem müssen Anreize geschaffen werden, zumindest die Zweit- und Drittwagen abzuschaffen.
