Oldenburg - An diesem Freitag war es soweit: Der Platz neben den Weser-Ems-Hallen verwandelte sich zum Jahrmarkt. Der 416. Kramermarkt wird bis zum 8. Oktober wieder bis zu eineinhalb Millionen Menschen unterhalten. Und das in diesem Jahr mit gleich sechs Neuheiten, wie Marktmeister Dennis Ostendorf bei der Vorstellung des Programms betonte. Aber auch einige „spektakuläre Comebacks“ kündigte er an – und jede Menge bewährte Klassiker.
Alles in allem werden rund 250 Buden und Fahrgeschäfte für Unterhaltung sorgen. Über das 90 .000 Quadratmeter große Festgelände kann man über 1,5 Kilometer Gänge schlendern, vorbei an gut 3000 Meter Frontlänge der Betriebe.
Fahrgeschäfte: Neuheiten
Vor allem für Hartgesottene dürfte die Riesenschaukel „Excalibur“ der Firma Bruch etwas sein. Sie verspricht Fahrspaß in knapp 50 Metern Höhe. Das Hochrundfahrgeschäft „Kick Down“ von Maik Landwermann vereint drei Bewegungsabläufe: Auf einem sich drehenden Arm mit einer schräg angeordneten Drehachse rotiert eine Platte in entgegengesetzter Richtung. Mit „Nitro – the Race“ wird der Schaustellerbetrieb von Halle aus dem Jahr 2022 einen neuen modernen Autoscooter präsentierten. Mit dem „Kaleidoskop – Das magische Auge der Phantasie“ bietet Marcel Böttger ein Laufgeschäft für die ganze Familie – inklusive 3D-Brille geht es auf rund 80 Metern an 20 Attraktionen vorbei.
Mit der „Chaosfabrik“ von Manuel Meyer gibt es ein weiteres, im Jahr 2022 fertiggestelltes Laufgeschäft für die ganze Familie. Über drei Stockwerke sind verschiedene thematische Hindernisse zu bewältigen. Neu dabei ist ebenfalls „Bruno’s freche Farm“ von Frank Ahrend. Auf einer Traktorbahn, die vergleichbar mit der Fahrt eines Schnauferls ist, erleben bereits die jüngsten Marktbesucher eine erlebnisreiche Fahrt durch einen Bauernhof.
Fahrgeschäfte: Comebacks
Nach teils längerer Pause wieder in Oldenburg sind die Achterbahnen „Wilde Maus XXL“ und „Kuddel der Hai“, die Geisterbahn „Daemonium“, die Wildwasserbahn „Piraten-Fluss“, das Rundfahrgeschäft „Hexentanz“ sowie „Commander“ und „Big Bamboo“.
Fahrgeschäfte: Klassiker
Neben dem rund 60 Meter hohen Riesenrad gehören auch „Break Dance“, „Musik-Expresss“, „Octopussy“, „Take off“ und „Wellenflug“ sowie diverse Kinderfahrgeschäfte zum diesjährigen Angebot. Zwei Festzelte laden zum Feiern ein: das – in diesem Jahr größere – Ols-Zelt sowie die Caesars Dancing Hall.
Preise und Öffnungszeiten
Die werden sich „in normalem Rahmen“ halten, verspricht Schausteller-Chef Michael Hempen, ohne ins Detail gehen zu wollen. „Die meisten versuchen, die Preise zu halten.“ Zwar hätten auch die Schausteller mit steigenden Energie- und Beschaffungspreisen zu kämpfen, der Kramermarkt solle aber ein „Volksfest als Spaß des kleinen Mannes“ bleiben.
Bisher könnten die Kostensteigerungen weitgehend durch ein erhöhtes Besucheraufkommen ausgeglichen werden.
Geöffnet ist der Markt an den Wochentagen von 14 bis 23 Uhr. Sonn- und feiertags ist Markttrubel von 13 bis 23 Uhr (am Schlusstag bis 23.30 Uhr), freitags, samstags und am 2. Oktober von 14 bis 1 Uhr.
Programm und Umzug
Neben dem normalen Markttreiben gibt es auch noch ein Rahmenprogramm. In einer nostalgischen Zeitreise präsentieren Schausteller Geschäfte und Fahrzeuge aus einem Zeitraum von mehr als 100 Jahren. Hier gibt es auch täglich kostenlose Kasper-Vorstellungen der Puppenbühne Heyderhoffmann. Am Eröffnungsabend und zum Abschluss gibt es jeweils um 22 Uhr ein großes Feuerwerk. Gegen 20 Uhr startet das Kinderfeuerwerk am Freitag, 6. Oktober. Zuvor startet ein Laternen-Umzug am Alten Rathaus. Der große Festumzug startet am Samstag, 30. September, wie gewohnt um 13.45 Uhr am Staatstheater. Rund 100 Festwagen werden von dort aus zum Festgelände ziehen. Außerdem ist an diesem Tag Bundesfinanzminister Christian Lindner in Oldenburg zu Gast. Er wird vor seiner Teilnahme am Festumzug Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit geben, mit ihm ins Gespräch zu kommen. Brass Bands (4. Oktober), Movie Day (5. Oktober) und Oldtimer-Parade (7. Oktober) sind weitere Programmpunkte.
Verkehr
Eine Neuerung wird es bei der Verkehrsregelung geben: Die Maastrichter Straße wird für die Dauer des Kramermarktes zur Einbahnstraße mit Fahrtrichtung Berliner Platz/Straßburger Straße. Dadurch sollen lange Rückstaus vermieden werden, die sich im vergangenen Jahr vor allem durch Linksabbieger auf den Parkplatz gegenüber der LzO-Zentrale ergeben hatten.
Zum Schluss ein Blick zurück – so präsentierte sich der Kramermarkt 2022:
