Berichte aus der grauen Suppe – Extremsituation: So erlebten Rettungskräfte und Fahrdienste die Silvesternacht in Oldenburg (NWZ, 3. Jan.)

Sydney brennt. Hunderttausende versuchen das Feuerwerk an Sylvester zu verhindern, aber die Gegenseite will nicht auf 80 Millionen Einnahmen verzichten. Da rühren auch nicht die traurigen Bilder der durstigen Koalas. Krefelder Zoo, Leichtsinn mit Todesfolgen. Da fehlen mir die Worte, da kann man nur heulen. Oldenburg, Silvester. Meteorologen haben den Nebel aufgrund der Wetterlage vorhergesagt. Verstärkt ab 1 Uhr durch die Böllerei, wenn Menschen Kartons aufstellen, anzünden und dann gehen, 89 Schuss in die Luft. Ich glaube,wenn es den alten weisen Herrn mit den langen Haaren im Himmel wirklich gibt, hat er einfach die Gardinen zur Erde zugezogen, kein Durchblick mehr. Nebel. Nicht nur er wollte das Elend nicht mehr sehen.

Angelika Schwarz-Prause Oldenburg

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Die Autoren nennen als Ursache für die schlechten Sichtverhältnisse in der Silvesternacht aufziehenden Nebel und erwecken den Eindruck, es handele sich lediglich um eine rein natürliche Erscheinung. Leider verlieren sie kein Wort über die extreme Feinstaubbelastung, die mit dem Feuerwerk einhergeht und die natürliche Nebelbildung (Feinstaubteilchen als Kondensationskerne für Wasserdampf) verstärkt.

Aber solange Befürworter das Silvesterfeuerwerk als „Ausdruck der Lebensfreude“ betrachten, muss man sich wohl mit ungesunder Feinstaubbelastung, ungewöhnlich schlechten Sichtweiten und damit verbundenen Unfallgefahren abfinden.

Vera und Uwe Grimme Bloh