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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

17-Jähriger beflügelt Innenstadt

10.01.2017

Oldenburg Dem eintönigen Wetter am vergangenen verkaufsoffenen Sonntag hatte Hasan Sahin Karadas eine klangvolle Überraschung entgegenzusetzen: Aus der gut besuchten Innenstadt schaffte sich der 17-Jährige eine Bühne. Der Kälte zum Trotz belebte er die Achternstraße mit seinen Liedern auf dem Klavier.

Die Idee dazu hat der Delmenhorster sich in Bremen abgeschaut. Hier rollt Joe Löhrmann regelmäßig mit seinem „Traveling-Piano“ an und begeistert Passanten mit seiner Musik. „Wieso mache ich das nicht?“, dachte sich Karadas. Nach einem kurzen Schnack zwischen Profis durfte er für ein paar Minuten den Platz auf dem Hocker einnehmen – „Ganz spontan hat er mich an seinem Piano spielen lassen.“ – und findet Geschmack daran, unter freiem Himmel zu spielen. Zwar hat er kein rollendes Klavier wie Joe Löhrmann, dafür aber einen Transporter und Hilfe von seinem Vater. So ließen sich die 40 Kilometer von Delmenhorst nach Oldenburg genauso gut überwinden.

Karadas geht in Delmenhorst auf das Max-Planck Gymnasium. Was sein Hobby angeht, war ihm sein großer Bruder ein Vorbild. „Er hat damals auch das Klavier bekommen“, sagt der Schüler. Mit elf Jahren wollte er das auch können, und mittlerweile spielt er Noten von Ludovico Einaudi, Yann Tiersen und Yiruma – moderne klassische Stücke.

Sechs Mal war er schon in Bremen. Mindestens vier bis fünf Stunden spielt er die populären Lieder seiner Lieblingskomponisten und sogar eigene Kreationen. Es soll eine Freizeitbeschäftigung bleiben. Nach dem Abitur will Karadas Medizin studieren.

Die Straßenmusik hat ihm allerdings seine Führerscheinprüfung ein Stück näher gebracht. In einem Monat geht es mit den ersten Fahrstunden los. Das Kleingeld kann Karadas da sehr gut gebrauchen: „Ein bisschen was ist zusammengekommen.“ Musik macht er aber nicht des Geldes wegen. Anerkennung und glückliche Gesichter sind sein Lohn: „Ich will den Leuten eine Freude machen. Es ist schön, wenn zwei oder drei Paare stehenbleiben und zuhören.“

Jetzt muss der Schüler erst einmal pausieren. Die Klausuren rücken näher und schließlich muss er für den Führerschein nicht nur Klavier spielen, sondern auch büffeln. Die Oldenburger werden Karadas nicht das letzte Mal in der Stadt gehört haben: „Ich komme bestimmt wieder.“

Nina Janssen Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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