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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Adel verpflichtet: Festival amüsiert königlich

28.03.2017

Oldenburg Was haben niedliche Schmusekatzen mit grober Heavy-Metal-Musik zu tun? Eine ganze Menge – zumindest, wenn man Stefanie Petereit zuhört. Sie gestaltete aus der Vorgabe, über Katzenbabys zu reden und die Geschichte in einen Hardrock-Song münden zu lassen, einen mitreißenden, mehrminütigen Monolog, der am Samstagabend in der Aula der Universität das Applaus-Messgerät zum Anschlag brachte. Die Wiesbadener Wortakrobatin gewann damit die 9. Auflage der Oldenburger Impro-Meisterschaft. Stefanie Petereit reckte stolz die Tasse als Trophäe – der OIM-Cup ist aus einem Mensa-Kaffeebecher hervorgegangen – in die Höhe. Ihre Konkurrenten trugen die Siegerin auf den Schultern über die Bühne.

Die Impro-Meisterschaft, die vor 320 Zuschauern in der ausverkauften Uni-Aula ausgetragen wurde, war wieder das Herzstück des fünftägigen Festivals „SpontanOL“. „Stefanie Petereit hat absolut verdient gewonnen. Sie ist von ihrer Präsenz und Mimik her herausragend“, lobte Festivalorganisator Jürgen Boese. Zehn der besten Spontantheater-Akteure Deutschlands hatten sich um den Titel beworben. Vor dem Finale hatten Stefanie Petereit und der zweifache OIM-Gewinner Fredanko Beyer von der Oldenburger Impro-Gruppe „Wat ihr wollt“ mit jeweils 23 Punkten im Zuschauer-Voting noch gleichauf gelegen. Fredanko Beyer musste in seiner finalen Soloszene den Bogen vom Erstellen einer Steuererklärung zu einem Country-Song schlagen.

Ein weiterer Festival-Höhepunkt war am Freitag die Doppel-Show, die erstmals vor der imposanten Kulisse des Oldenburger Schloss-Saals stattfand. Vor 200 Gästen boten das Placebo-Theater aus Münster und „Für Garderobe keine Haftung“ aus Wiesbaden dem historischen Ambiente angemessenen Stoff. Die Placebo-Schauspielerinnen Ilka Luza und Judith Suermann feierten mit ihrem „Dynamit und Dynastie“-Programm eine „wunderbare“ Weltpremiere, berichtet ein begeisterter Jürgen Boese. Neben Abstechern in die Ära der Adelsherrschaft wurden auch aktuelle Oldenburg-Themen wie der Autobahnbrücken-Abriss aufgegriffen. Auch die Geschichte des ältesten Zuschauers – Basketball-Routinier Bernd Munderloh hatte mit dem OTB 1965 die Deutsche A-Jugend-Meisterschaft und Jahrzehnte später den Ü60-Senioren-Titel gewonnen – flochten die Improtheater-Schauspielerinnen gekonnt ein. Im Anschluss improvisierte das Ensemble „Für Garderobe keine Haftung“ mit Texten im Stile Shakespeares – „absolut sensationell“, fand Boese die Vorstellung des Wiesbadener Ensembles.

Gut angekommen ist auch das „Impro-Blind-Date“ in fünf Innenstadt-Lokalen. „Flänzburch“ und „Woyton“ waren ebenso ausgebucht wie die vier Workshops, die größtenteils im Jugendprojekte-haus an der Schlieffenstraße über die Bühne gingen.

Dass sie ihre Lust am Improvisieren gerne weitergibt an alle, die sich ebenfalls mit diesem Schauspiel-Format infizieren möchten, bewies Impro-Meisterin Stefanie Petereit auch als Workshop-Trainerin. Mit den in ihrem Workshop kreierten „Geschichten von der kühnen Bärbel & dem schönen Horst“ setzte sie am Sonntagnachmittag den Festival-Schlusspunkt.

Für Organisator Jürgen Boese ging damit das „härteste, aber auch schönste Wochenende des Jahres“ zu Ende. Er freut sich über insgesamt mehr als 800 Besucher – und damit über eine neue Bestmarke bei „SpontanOL“.

Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
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