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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Als Namenloser zwischen Stars

12.09.2008

OLDENBURG Ich

stehe mitten auf dem roten Teppich, aber ausgerollt wurde er nicht für mich. Ich werde von unzähligen Fotografen abgelichtet, doch mein Name taucht in keiner Bildunterschrift auf. Stars und Sternchen flanieren direkt an mir vorbei, doch mich begrüßt niemand. Obwohl ich also in den Augen der meisten gar nicht da bin, gehöre ich zur Eröffnung des Filmfests genauso mit dazu wie die Prominenz – denn ich bin für die Sicherheit zuständig.

Doch erst einmal alles auf Anfang: Eine Stunde vor der Eröffnung treffe ich am Staatstheater auf meine fünf Kollegen, die ich unterstützen soll. Die kräftigen Männer sind erfahren, beim Filmfest waren sie schon mehrmals im Einsatz. „Dieses Jahr haben wir es ein bisschen einfacher“, erklärt mir Detlef Loers, den alle nur Heini nennen. „Denn diesmal gibt es Absperrgitter am roten Teppich.“ Die Jahre zuvor hätten er und seine Kollegen Kreise um die Prominenten bilden müssen, um Fans und Fotografen auf Abstand zu halten.

Die Einweisung für uns ist kurz, Filmfest-Pressechef Lars Meier fasst sie in einem Satz zusammen: „Der Teppich bleibt sauber.“ Das heißt für uns Sicherheitsleute: Wenn die Stars kommen, dürfen keine Autogrammjäger und auch nicht die „normalen“ Kinogäste auf den roten Teppich vorgelassen werden. Das Filmfest lebt von seiner Präsenz in den Medien, gute Bilder von den Promis sind ein Muss.

Dann geht der Trubel los, und passend zum Filmfest gibt es auch bei der Eröffnung einen „Drehplan“ wie auf einem Filmset. Szene eins: Das Auto fährt vor, die Stars steigen aus. Reihenfolge und Zeitabstände der Fahrzeuge wurden vorab präzise festgelegt. Szene zwei: Begrüßung durch Filmfest-Chef Torsten Neumann im Blitzlichtgewitter. Szene drei: Schwenk zur Seite, auch hier stehen Fotografen sowie die Fernsehkameras. Szene vier: Abgang ins Staatstheater – und alles auf Anfang, der nächste Wagen ist schon auf dem Weg.

Mittendrin stehe ich und schaue der Filmfest-Gemeinde zu: Die Fotografen drängeln, die Promis posieren und die Autogrammjäger wedeln mit ihren Stiften. Für mich gibt’s nicht viel zu tun, außer präsent zu sein. Ärger macht niemand, jeder scheint zu wissen, wie weit er gehen darf. Man könnte fast meinen, ich wäre gar nicht da gewesen. Ein Blick auf die NWZ-Fotogalerie im Internet aber beweist das Gegenteil – denn dort bin ich fast genauso oft abgebildet wie Weltstar LeVar Burton.

Patrick Buck Redakteur / Redaktion Oldenburg
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