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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Alter ist nur eine Frage des Gefühls

27.10.2007

OLDENBURG Sie lebt in Berlin und München, dreht im schottischen Hochland ebenso wie in New York – oder eben derzeit in Oldenburg. Suzanne von Borsody zählt zu den deutschen Schauspielerinnen, denen man die Diva oder Alkoholikerin, die Karrierefrau oder die Geisel abnimmt. Oberbürgermeister Gerd Schwandner schwärmte nach einem kurzen Besuch im Rathaus von ihrem intellektuellen Sexappeal. Und mit dem brachte sie vor Jahren als Staatsanwältin im Tatort auch schon Götz George als Schimanski zur Raison. Auch damals musste sie manchmal joggen.

„Dabei hasse ich es“, sagt sie. „Ich tanze viel lieber.“ (Kein Wunder: 13 Jahre Ballett) Für die Rolle als Kommunikationstrainerin Lis Praetorius wird sie in Oldenburg wieder laufen geschickt: in der Lindenallee, am Hafen und sonstwo. Diese Lis gefällt ihr, weil sie vielschichtig ist – am Anfang zugeknöpft und scheinbar kühl. Brüchige Figuren lässt sie changieren, lässt in Falten und Abgründe blicken. Eine Kommunikationstrainerin, die emotional verstummt ist, kommt ihr da im Film „Sprich mit mir“ gerade recht.

Und in Filmpartner Hannes Jaenicke hat sie jemanden, der unterkühlten Karrierefrauen bei Kopfschmerzen mehr als Aspirin zu bieten hat. Das hat er schließlich im Tatort bei Kommissarin Charlotte Lindholm bewiesen. Als Koch Jan Plathe, der sein Talent in der Kantine verschleudert, hat er zunächst Probleme mit der kopflastigen Kommunikationstrainerin Lis. Da braut sich was zusammen. „Er denkt nicht so kompliziert wie sie“, sagt Suzanne von Borsody über die Filmgeschichte. „Aber intuitiv und beinahe blind gehen sie in dieselbe Richtung – auch wenn viele andere dazwischenfunken.“

Figuren, die über ihren Schatten springen, mag sie. „Wussten Sie, dass es diesen Ausdruck nur im Deutschen gibt?“ Vielleicht als besondere Herausforderung, etwas Ungewöhnliches zu leisten. In vielen Liebesfilmen spielt zumindest keine Frau mit 50 die Hauptrolle wie in diesem.

Alter ist für Suzanne von Borsody keine Frage der Zahl, sondern des Gefühls. „Wie wollen Sie das Alter schätzen, das hat sich sehr verändert. Ich habe die Hälfte hinter mir, aber auch noch eine Hälfte vor mir – und die soll gut werden.“ Sie lebt mit einem elf Jahre jüngeren Mann zusammen. Und sie ist zuversichtlich, dass es weiterhin gute Rollen für sie geben wird. Ihre Mutter Rosemarie Fendel dreht noch mit 80.

Die Schauspielerin sieht sich selbst als Vorbild in der Pflicht: „Als jemand, der im öffentlichen Leben steht, hast Du gesellschaftliche und moralische Verantwortung.“ Suzanne von Borsody engagiert sich im sozialen Bereich für Kinder, aber auch für Zivilcourage.

Ursprünglich hatte sie übrigens Kunst studieren wollen, war aber ohne Studium dann als Schauspielerin zu erfolgreich. In den Ferien oder auch, um kreativ aufzutanken, malt sie. Privatsphäre in Hotelzimmern schafft sie sich mit Tüchern. Auch im kargen Wohnmobil während der Drehpausen in Oldenburg wärmt ein schottischer Schal. Ein kleiner Wasserkocher zählt bisweilen zum persönlichen Gepäck. Auch ein Teddy reiste schon mal mit, der in New York, als sie Jahrestage von Uwe Johnson drehte, kurz verloren ging.

Zu Hause fühlt sie sich dort, wo Menschen leben, die sie schätzt. Auch in Oldenburg hat sie einen guten Freund besucht. „Und ein Stück Heimat bietet überall das innere Zimmer.“

Sabine Schicke stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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