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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Altes Globe-Kino kulturhistorisches Juwel

22.04.2017

Oldenburg Schrottimmobilie oder kulturhistorisches Juwel? Das Gebäude steht zumindest unter Denkmalschutz und wird damit als erhaltenswert eingestuft. Doch zwischen dem Wunsch, das leerstehende Globe-Kino auf dem Gelände der ehemaligen Donnerschwee-Kaserne vor dem Verfall zu retten, und der Wirklichkeit liegen Welten. Genau genommen knapp 1,3 Millionen Euro. 225 000 Euro will Investor Gerald Breschke, Geschäftsführer des „Projekts Rentenvorsorge“ (PRV) in Hannover, für das Objekt inklusive 55 Parkplätzen haben, deutlich mehr als eine Million Euro wird die Sanierung des Objekts kosten. Das Geld soll nach Vorbild von „Polygenos“ fürs Kulturzentrum „Polyester“, Am Stadtmuseum, durch Genossenschafter gesammelt werden.

In der vergangenen Woche wurde nach Mitteilung von Michael Olsen die Kulturgenossenschaft „Globe“ gegründet. Zum Vorstand gehört neben Olsen auch Dr. Nicola Haßold-Piezunka. Den Aufsichtsrat besetzen Herrmann Möhlenkamp, Architekt, Dr. Johannes Lameyer , Notar und Rechtsanwalt, sowie der Musiker Jens Piezunka. Nach der Eintragung ins Genossenschaftsregister wird der Status „Gemeinnützigkeit“ beantragt.

Das Oldenburger Globe ist offenbar von herausragender kulturhistorischer Bedeutung, hat Olsen herausgefunden. Ein vergleichbares Globe-Kino in Todendorf an der Ostsee ist seit 15 Jahren wegen Baufälligkeit gesperrt. Nun werde über einen Abriss nachgedacht. „Und dort gibt es sehr wahrscheinlich originale Versatzstücke der Bauzeit 1954, die beim Globe in Oldenburg fehlen“, freut sich Olsen. Nach seinen Recherchen ist das Oldenburger Globe wohl das letzte der 21 von den Engländern Anfang der 50er-Jahre in Westdeutschland erbauten Globe-Kino-Theatern. Mit der Unteren Denkmalschutzbehörde wurden mittlerweile das Konzept und die dazu notwendigen Umbaupläne besprochen, teilt Olsen weiter mit – mit positivem Ausgang. Auch die Oldenburgische Landschaft werde in ihrer nächsten Ausgabe der Broschüre „Kulturland“ über die Initiative, Genossenschaft und das Globe berichten.
  Die nächste öffentliche Informationsveranstaltung findet an diesem Samstag ab 16 Uhr im Theater Laboratorium an der Kleinen Straße statt. Pavel Möller-Lück werde sein gesamtes Theater samt Personal zur Verfügung stellen und einen einleitenden Vortrag halten. Die dritte Info-Veranstaltung ist laut Olsen für Ende Mai im Studio der Kulturetage geplant, die vierte im Staatstheater, das an der Wiederinbetriebnahme des Globe sehr großes Interesse habe. Auf das Konto der Genossenschaft sind mittlerweile mehr als 20 000 Euro eingegangen.

Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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