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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Am besten singt es sich doch im Rudel

19.05.2017

Oldenburg Die sogenannte „Schwarmintelligenz“ bezeichnet das Phänomen, dass Menschen gemeinsam bessere Leistungen hervorbringen. Doch singt das Kollektiv auch besser als der Einzelne? Das 41. Oldenburger Rudelsingen in der ausverkauften Halle der Kulturetage bewies: Wenn 600 Menschen zusammen singen, wird zwar nicht jeder Ton getroffen und nicht jeder Einsatz passt – dafür singt es sich aber leidenschaftlich und mit jeder Menge Spaß.

David Rauterberg und Philip Ritter luden wieder mal zum gemeinsamen Singvergnügen ein und begleiteten an Keyboard, Melodica, Gitarre und Triangel. Als eines von zehn Rudelsingen-Teams in Deutschland versorgen die Beiden passionierte Zivilsänger im Gebiet von Bonn bis Oldenburg regelmäßig mit einem bunten Mix aus geläufigen Ohrwürmern und exotischeren Happen.

2012 feierte das Rudelsingen hier Premiere. Textsicher muss man nicht sein, auch wenn man den Refrain der meisten Lieder kennt. Die Lyrics werden gut lesbar an eine Leinwand gestrahlt.

Pärchen, beste Freundinnen, Grüppchen unterschiedlicher Größen – sie alle verbrachten den sommerlichen Abend bei stolzen 30 Grad Außentemperatur stehend vor der Bühne. Dass es im Mai schon Sommer wird, konnte man im vergangenen Jahr, als der Termin geplant wurde, ja auch nicht ahnen.

Da viele Neulinge zum Rudel stießen, erläutert Rauterberg eingangs zwei simple Regeln. Die erste Regel des Rudels: Es soll erstens im Stehen gesungen werden oder tanzend, gerne auch schunkelnd – zumindest nicht im Sitzen.

Und zweitens: Keine Gespräche während gesungen wird. Dafür boten schließlich die beiden Pausen zwischen den drei Blöcken Gelegenheit. Ebenso, um die Singstimme bei kühlen Getränken pausieren zu lassen.

Die Liedauswahl umspannte mehr als 200 Jahre Musikgeschichte: von alten Volksliedern über Songs, die aktuell im Radio laufen. Aber ein Muss sind definitiv Abba, die Rolling Stones und die Beatles. Mit dem Liedwunsch „Dancing Queen“ grüßte eine vierte Klasse per Video-Nachricht ihre Lehrerin, um sich für die Grundschulzeit zu bedanken. Was kann sich eine (Musik-)Lehrerin Schöneres wünschen? So sang die Menge entsprechend die Liedzeile „Young and sweet, only seventeen“ ebenso inbrünstig wie Udo Jürgens „Mit 66 Jahren“.

Die Lieder können per Mail gewünscht werden. Da das Rudelsingen jedoch in zahlreichen Städten veranstaltet wird, sei es hilfreich, den Stadtnamen in der Mail zu nennen. Sonst müsse man anderorts leiden, wenn „Fernzünder“ losgelassen werden, kommentiert Ritter nach „Junge komm bald wieder“ (Freddy Quinn von 1963).

Dass Musik, ungeachtet der Epochen und Genres, über Geschmäcker und Generationen hinaus verbindet, ließ sich an diesem Abend hören und spüren.

Einsame Wölfe, deren musikalischer Trieb geweckt ist, haben in der Kulturetage das nächste Mal am 29. August die Gelegenheit, sich dem Rudel anzuschließen und sich den Leit-Tieren Rauterberg und Ritter anzuvertrauen.

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