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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Musikfest: Antiken „Tatort“ in die Lambertikirche verlegt

27.08.2011

OLDENBURG Was Professor Thomas Albert als Experte für Alte Musik in klingender Tonrede selbst praktisch beherrscht, demonstriert er auch blumig in wörtlicher Rede. „Die Musik ist mal schwerelos schwebend, mal ruppig und aufbrausend, und immer mitreißend plastisch“, erzählt der Intendant des Musikfestes Bremen. Das Schönste an dieser Musik: Sie erklingt am 10. September (Mittwoch, 20 Uhr) in der Lambertikirche.

„Il Farnace“ heißt die so charakterisierte Oper von Antonio Vivaldi. Ein Ohrwurm jagt darin binnen knapp drei Stunden den nächsten. Innige Kantilenen zwingen inmitten einer blutrünstigen und intrikat gesponnenen Handlung um den antiken Pharnakes zum Innehalten. Es geht zu wie in einem antiken „Tatort“. „Dass die Oper konzertant und nicht szenisch gegeben wird, ist sicherlich kein Nachteil”, sagt Albert lachend. „Das ist reichlich verworren.“

So fällt es kaum ins Gewicht, dass die Spielstätten Fliegerhorst oder Großes Haus früh aus der Planung ausschieden. Für die Wahlheimat des Staatstheaters waren die vertraglichen Grundlagen erloschen. Und im Großen Haus wollte Albert Hausherr Markus Müller nicht die Schau stehlen: „Eine solche Neueröffnung ist ureigene Oldenburger Sache!“ Die ist auf den 24. und 25. September mit „Vorhang auf!“ gelegt. Der Schlosssaal erwies sich gegenüber St. Lamberti als zu klein.

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Immerhin können sich die Besucher in einem umfangreichen Textbuch kundig machen. „Da wird einprägsam erklärt, warum dieser Farnace von 1738 Vivaldis Lieblingsoper war – und wohl auch seine modernste und beste“, fügt der Intendant an. Die Seiten fußen auf der Kopie des Booklets für die Aufnahme des Werkes durch Virgin Classics. Am Tag der Oldenburger Aufführung kommt die Kassette mit drei CDs in den Handel. In weiten Teilen ist die Besetzung identisch.

Das vorherige Abhören der Aufnahme lässt die Entdeckerfreude des Ensembles über alle hochrangigen technischen Qualitäten hinaus spüren. Mezzosopranist Max Emanuel Cencic, der Sänger der Titelrolle, wurde 2008 zum „Sänger des Jahres“ gewählt. Vivica Genaux, Marina de Liso oder Mary-Ellen Nesi stehen in ähnlichem Rang. In der barocken Orchesterszene setzen die auch reich mit Bläsern ausgestatteten Schweizer „I Barocchisti” unter Diego Fasolis Maßstäbe.

In Oldenburg schlägt das Musikfest Bremen inzwischen feste Wurzeln. Das ist die erklärte Absicht des Festival-Förderers EWE. In den Vorjahren faszinierten die Haydn-Oper „Infedelt` delusa“ im Großen Haus und das Orchester „Spira Mirabilis” im Schloss.

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