• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Anton Günther wird restauriert

11.08.2010

OLDENBURG Viele Passanten bleiben zurzeit vor dem Graf-Anton-Günther-Wandgemälde in der Kurwickstraße stehen. Nicht, dass dort viel zu sehen wäre. Das Gemälde ist eingerüstet. Aber das ist das Besondere: Die Restaurierung des in Niedersachsen in dieser Art einmaligen Außengemäldes, für die der Oldenburger Hans-Adolf Puls seit zweieinhalb Jahren in der Stadt geworben hat, läuft. Die Berliner Restauratorin Ina Pratesi, die aus Oldenburg stammt, führt die Arbeiten aus.

Die 38-Jährige sagt: „Dieses Gemälde ist für Oldenburg etwas Herausragendes. Die Silikatmalerei ist trotz der vielen Überarbeitungen typisch für die Zeit ihrer Entstehung 1894. Es ist ein Stück Oldenburger Geschichte und ein Stück Identifikation mit dieser Stadt, auch für mich.“

Die Restauratorin hat sich Schritt für Schritt „durch das Bild gearbeitet“. Nach der Unterfüllung der Hohlstellen und der Festigung und Stabilisierung des durch die Verwitterung in Mitleidenschaft gezogenen Putzbindung, hat Pratesi die Ablagerungen gereinigt und ist nun dabei, die Malschicht wieder zu ergänzen. „Das Ganze wird optisch wieder zusammengezogen. Dabei wird das Alte aber respektiert. Was wir hier machen, bleibt bewusst hinter dem Original zurück, es unterstützt es nur wieder neu.“ Wieder sichtbar gemacht wird dabei auch die Stadtsilhouette im unteren Teil des Bildes.

Geschaffen hat das Gemälde der Oldenburger August Oetken (1868 - 1951). Der Theater- und Bühnenmaler machte sich als Kirchenmaler und fantasievoller Hersteller von Mosaiken einen Namen. Für Kaiser Wilhelm II. gestaltete er die Elisabethkemenate auf der Wartburg und den Burgraum mit Glasmosaiken.

1951 hatte es eine große Ergänzung des Gemäldes durch den Maler Sandstede gegeben, 1991 folgte die erste größere Restaurierung, deren dringender zweiter Schritt nun endlich vollzogen wird. „Das Spannende für einen Restaurator ist die Geschichte des Bildes, wie oft hier Hand angelegt worden ist und die große Materialvielfalt. Heute ist es schwer zu sagen, was tatsächlich noch Original ist.“

Gewinnen für die Restaurierungskosten von 10 000 Euro konnte Puls zwar weder Stadt noch Land, dafür aber das Bankhaus Fortmann, Johannes Oetken, die Rotarier Graf Anton Günther, Schuh Schütte, Maredo, Onken, die Zahnärzte Heine, die BLB und die Hauseigentümerfamilie Dustmann. Im September soll die Arbeit beendet sein. Hans-Adolf Puls steht dann als Kunstpate für das Bild auch für alle Fragen zur Verfügung.

Karsten Röhr
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2110

Weitere Nachrichten:

Wartburg | Maredo | BLB

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.