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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

THEATER: Auf der Bühne haben sich jede Menge Leute lieb

10.11.2005

OLDENBURG OLDENBURG - Mit „Der Vetter aus Dingsda“ steht nun auch eine Operette auf dem Spielplan des Staatstheaters. Sie zählt zum Genre der Berliner Operette und wurde am Nollendorfplatz 1921 uraufgeführt. Künnekes Werk wird gerne das „erste deutsche Musical“ genannt, was dem Regisseur Arne Böge eher Unbehagen bereitet. Da kommt ihm der politische Zeitgeist zu kurz. „Die Menschen schlitterten damals in die Inflation“, erinnert er. Operetten wie diese sollten die Sorgen vergessen machen und eine Scheinidylle erschaffen, „in der die Welt noch in Ordnung ist und alle sich lieb haben“.

Lieb haben sich in dem „Vetter aus Dingsda“ jede Menge Personen. Regisseur Böge spricht sogar von einem „Liebeskaleidoskop“. Die Hauptfigur ist Julia de Weert, die unbedingt ihren Vetter Roderich heiraten will, der seit sieben Jahren irgendwo in „Dingsda“ wohnt. Vetter August gibt sich als Roderich aus und schon formen die bunten Steinchen im Kaleidoskop ein neues Bild.

Bei der Uraufführung verlegte Künneke das Geschehen nach Holland, wo man seinerzeit Reichtum wähnte. Regisseur Böge holt die Operette dagegen in die Gegenwart an einen Ort, „wo Geld keine Rolle spielt“.

Modetänze wie Foxtrott und Tango gehören zur Aufführung ebenso wie einige musikalische Ohrwürmer, zu denen auch das Lied „Ich bin nur ein armer Wandergesell“ zählt. Volksmusik ja, aber bitte schön nicht schmalzig herausgefiltert, sondern im Kontext des Geschehens, betonen Regisseur und Dramaturgin Astrid Reibstein: „Wenn dann jemand mit einem Ohrwurm nach Hause geht - toll!“

Wiedersehen wird man einen alten Bekannten: Der ehemalige Schauspieler am Staatstheater, Claus Boysen, tritt als Gast auf und spielt, im Wechsel mit Joachim Siemann, den Josef Kuhbrot (Josse). In weiteren Rollen zu sehen sind Marcia Parks/Norina Scalorbi, Anja Metzger/Irina Wischnizkaja, Alexia Basile, Stefan Vitu, Thomas W. Kuckler, Guido Wachter, Werner-Johannes Duczek und Jürgen Meyer. Bühne und Kostüme hat Cordelia Matthes entworfen, die Bewegungen einstudiert hat Paula Ebeling. Die musikalische Leitung des Staatsorchesters obliegt Jason Weaver.

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