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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Bauklötzchen staunen am Meer

13.02.2019

Bad Zwischenahn Rot, blau, gelb oder schwarz – es gibt sie in fast allen Farben und Formen. Und auch bei den Figuren sind der Fantasie kaum noch Grenzen gesetzt – egal ob Bauarbeiter, Polizist, Harry Potter oder Joachim Löw, sie alle gibt es als Lego-Figuren aus Plastik und viele von ihnen wird es in Bad Zwischenahn bald zu sehen geben.

Lego-Fan im Gespräch

Der Verein „Bricks am Meer“ lädt am 27. und 28. April zur gleichnamigen Ausstellung in die Wandelhalle ein. Die NWZ hat sich mit Jan Göbel vom Organisationsteam getroffen. Der bekennende Lego-Fan hat in dem Gespräch die ersten Informationen rund um die Veranstaltung im April verraten und auch von seiner Faszination in Bezug auf die bunten Steine mit den kleinen Höckern berichtet.

Wissenswertes rund um die bunten Kunststoff-Steinchen

Die Lego-Gruppe ist ein großes Spielzeugunternehmen aus Dänemark. Gegründet wurde es 1932 vom Tischlermeister Ole Kirk Christiansen. Zu Anfang stellte er Holzspielzeug her, im Laufe der Zeit wurde das Material auf Kunststoff umgestellt.

Das Wort Lego kommt aus dem Dänischen (leg godt) und heißt übersetzt ins Deutsche so viel wie „spiel gut“.

Das Baukastensystem der fast überall bekannten bunten Lego-Steinchen ist ein wahrer Klassiker. Seit 1963 sehen die Steinchen schon beinahe so aus wie heute. Daher passen sie meistens auch noch mit neuen Produktionen zusammen.

Aus den Kunststoff-Steinen kann fast alles gebaut werden – von Häusern, über Landschaften bis hin zu Fahrzeugen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Es gibt auch vorgegebene Modelle, die man nach Plänen zusammensetzen kann.

Nicht nur einzelne Steinchen gibt es zu kaufen, ganze Themenserien hat Lego herausgebracht. Von Weltraum- bis Piratenabenteuer ist fast alles mit dabei.

Sogar Filme wurden den bunten Plastik-Modulen gewidmet. Ganz aktuell wird der Animationsfilm „The LEGO Movie 2“ am 7. Februar in die deutschen Kinos kommen.

Freizeitparks im Lego-Stil gibt es seit 1968. Los ging es in Billund (Dänemark), es folgte dann ein Park im englischen Windsor, in Carlsbad (Kalifornien) sowie in Günzburg (Deutschland). Das erste Legoland in Deutschland befand sich von 1973 bis 1976 in Sierksdorf in Schleswig-Holstein. Dort waren aus vielen Millionen Kunststoff-Bausteinen ganze Städte im Miniaturformat nachgebaut worden.

Verschiedene Weltrekorde wurden und werden auch noch mit den kleinen Lego-Steinchen aufgestellt. Die Rekorde reichen von hohen Türmen über Autos in Originalgröße bis hin zu großformatigen Bildern. Die Rekorde werden oft durch Angabe von Länge, Höhe, Anzahl der Legosteine und Arbeitsstunden angegeben.

„Lego ist mein Hobby, von dem ich nie so richtig losgekommen bin“, berichtet Göbel, der in Bad Zwischenahn lebt. Seit er zwei Jahre alt sei, habe es kaum ein Foto von ihm gegeben, auf dem nicht irgendwo auch ein Legostein zu sehen ist. Einzige Ausnahme seien da seine sogenannten „Dark Ages“ von 14 bis 20 Jahren. Mit dem Fachbegriff aus der Lego-Szene sei die Zeit im Leben eines Menschen gemeint, in der man sich nicht mit Lego beschäftigt habe, erklärt Göbel.

Ausstellung in der Wandelhalle

Heute – mit 37 Jahren – sammelt Göbel immer noch Lego-Steine, nutzt sie aber anders als in seinen Kindertagen. „Früher habe ich die Sets aufgebaut, nach einiger Zeit wieder eingerissen und die Steine dann verwendet, um etwas Neues zu bauen. Heute ist es mehr der Modellbau, der mich fasziniert“, beschreibt Göbel seine Leidenschaft. Er überlege sich vorher, was er bauen wolle und besorge sich dann die entsprechenden Steine, um sein Vorhaben umzusetzen. „Da kommt dann etwas völlig Individuelles bei heraus.“

Und genau um diese individuellen Modelle soll es bei der Ausstellung in der Wandelhalle gehen. „ Etwa 80 Aussteller aus ganz Deutschland, Ungarn und den Niederlanden haben sich angemeldet und werden zeigen, was sich aus den Steinchen alles zusammensetzen lässt“, berichtet Göbel.

Hauptsache Kinderfreundlich

Dabei sei alles erlaubt, was kinderfreundlich ist. „Wir wollen zum Beispiel keine kriegsverherrlichenden Modelle, wie man sie im Ausland schon mal sehen kann.“

Zudem gibt es einen Wettbewerb für Kinder bis 14 Jahren. „Das Motto lautet ,Bad Zwischenahn‘, berichtet Göbel weiter. Dabei seien die Teilnehmer angehalten, ein Modell zu bauen, das irgendwie mit dem Kurort zu tun hat. Drei Regeln sind zu beachten: Das Modell muss selbst entworfen und gebaut werden, es muss auf eine 32 mal 32 Lego-Noppen große Grundplatte passen und darf nur aus Lego-Elementen bestehen. „Jeder Teilnehmer erhält mindestens einen kleinen Preis, verspricht Göbel, der sich mit der Ausstellung einen Traum erfüllt hat.

Individueller Legostein

Bereits zum dritten Mal veranstaltet er die Schau, in der es auch einzelne Steine und Sets zu kaufen geben wird. „Wer will, kann sich an einem Stand auch seinen Namen auf einen Stein gravieren lassen“, erzählt der Organisator stolz.

Im vergangenen Jahr seien circa 3300 Besucher zur Bricks am Meer-Ausstellung gekommen. Ein Top-Ergebnis für Göbel, der sich schon freut, wenn es in diesem Jahr mehr als 2500 Besucher werden. Bis dahin hat er aber noch alle Hände voll zu tun und wird wohl wenig Zeit finden, seinem Hobby nachzugehen.

„Normalerweise verbringe ich etwa 15 Stunden die Woche mit Lego, jetzt hat die Organisation der Ausstellung Vorrang“, sagt Göbel. Hilfe bekommt er dabei von den Vereinsmitgliedern, mit denen er sich an jedem ersten Freitag im Monat in der Urbar in Oldenburg trifft.


  www.bricks-am-meer.de 
Wolfgang Alexander Meyer Redakteur / Redaktion Oldenburg/Westerstede
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