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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Befristetes Asyl in der Kirche

30.07.2016

Oldenburg Kirchenasyl wird derzeit einem Flüchtling in einem Gebäude der Martin-Luther-Kirche gewährt. Die Behörden wie Stadt, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sowie das Ministerium sind darüber informiert. Es handelt sich um eine zeitlich befristete Hilfe.

In Oldenburg gab es in den vergangenen Jahren vier Fälle (allesamt Dublin-Verfahren), in denen Asylsuchende bei Gemeinden der Evangelisch-Lutherischen Kirche Zuflucht fanden, um so vor einer drohenden Überstellung in einen anderen EU-Mitgliedstaat Zeit bis zur Klärung ihrer Situation zu gewinnen. Besondere und begründbare Härten sind dabei Voraussetzung.

Ein Kirchenasyl ist zumeist von Erfolg gekrönt – in bis zu 85 Prozent aller Fälle bundesweit sei eine positive Lösung gefunden worden, heißt es von der ökumenischen Bundesarbeitsgemeinschaft „Asyl in der Kirche“ (BAG). Die Zahl der Kirchenasyle steigt in Deutschland weiter an. „Jede Gemeinde entscheidet selber darüber, ob sie Asyl gewährt“, sagt Olaf Grobleben, der Beauftragte für Ethik und Weltanschauungsfragen in der Evangelisch-Lutherischen Kirche Oldenburg.

Das wiederum wird auch nicht von der Landeskirche bestimmt, sondern vom jeweiligen Kirchenvorstand demokratisch wie mehrheitlich entschieden. Fast immer erhalten die Gemeinden dabei anwaltliche Unterstützung.

Die Kirche ist zwar kein rechtsfreier Raum, dennoch lässt man sie in den meisten Fällen über ein stillschweigendes Abkommen gewähren. „Ganz wichtig ist: Es kann nie gegen die Behörden eine Lösung gefunden werden“, so Grobleben.

„Kirchenasyl beansprucht nie, etwas ,besser’ zu wissen als der Staat oder gar staatliches Handeln außer Kraft zu setzen“, heißt es in einer BAG-Erklärung zum Kirchenasyl, „sondern fordert Zeit ein, damit Menschen zu ihrem Recht verholfen werden kann.“

Marc Geschonke Redakteur / Redaktion Oldenburg
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