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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Konzert: Beseelte Interpretation begeistert in St. Stephanus

15.08.2016

Oldenburg Die Reihe „Musik in St. Stephanus“ kann auf 30 erfolgreiche Jahre zurückblicken. In der akustisch sehr ansprechenden Kirche fanden und finden immer wieder hochkarätige Konzerte statt, die manch berühmten Musiker nach Oldenburg brachten. Diesmal stellte sich das Berliner Duo „ombra e luce“ (Schatten und Licht) mit Musik des Barock vor. Unter dem Motto des Konzertes „zweisammensein“ ist zum einen das intensive Miteinander der beiden Solisten, Georg Kallweit an der Barockvioline und Björn Colell an der Theorbe (und einmal auch an der Barockgitarre) zu verstehen, zum anderen aber auch der Anspruch der großen deutschen Barockmeister wie Biber, Telemann, Händel und Bach, mit ihren Werken das Beste der italienischen und der französischen Schule zu vereinen und auf ein neues Niveau zu heben.

Was darunter zu verstehen ist, ließ gleich das Eingangswerk, die Sonate HWV 359a von Georg Friedrich Händel, hören: Ein virtuoses und erstaunlich gleichberechtigtes Zusammenspiel von Violine und Theorbe – einer Barocklaute – offerierte in vier Sätzen ein reichhaltiges Stimmungsgemenge von nachdenklichen Momenten über Liedhaftes, opernhaft Arioses bis zu großen, wuchtigen Gefühlen und temporeichen Ausbrüchen.

Der aus Lübeck stammende David Petersen und seine 5. Violinsonate aus den „Speelstukken“ ließ durch eine ungewöhnliche, fast avantgardistische Behandlung der Geige aufhorchen. Georg Kallweit und Björn Colell spielen nicht nur ihre Instrumente auf höchstem internationalen Niveau, sie lehren dieses Spiel auch an mehreren Musikhochschulen. Dementsprechend gab es fürs Auditorium auch Hinweise, auf was besonders zu achten sei.

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Isabella Leonarda ist vermutlich die erste Frau, die eine Solosonate – hier natürlich für Barockvioline – schrieb. Dieses klangschöne und gelehrte Stück stand neben der französischen Suite d-moll für Barockgitarre von Robert de Visée für die italienischen und französischen Klangvorstellungen, die dann von Deutschen wie dem Salzburger Schüler von Biber, Johann Joseph Vilsmayr, produktiv aufgegriffen wurden. Dessen herzhaft-sonniges Werk erfreute bei verhangenem Himmel die Gemüter; Höhepunkt in jeder Hinsicht aber war die das Konzert abschließende Interpretation von Bachs Sonate G-Dur BWV 1021, die so klangschön und so beseelt dargeboten wurde, dass sich anschließend das Publikum begeistert applaudierend von den Sitzen erhob.

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