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Frantz Massenat verlässt die Baskets
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Tschüss Oldenburg
Frantz Massenat verlässt die Baskets

NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Beth Hart mit rauer Kehle und zarter Seele

02.03.2016

Oldenburg Billy Holiday, Janis Joplin oder Maggie Bell. Sängerinnen wie sie haben die weibliche Stimme im Blues definiert: immer ein wenig rau und kratzig, aber immer auch ausdrucksstark, volltönend und laut. Das gilt aber nicht nur für die „alte Garde“, sondern ebenso für die „neuen Stimmen“ von zum Beispiel Dana Fuchs oder Sari Schorr. Und ganz besonders für Beth Hart.

Die Blues- und Rocksängerin aus Los Angeles, in den USA schon seit langem eine bekannte Größe, hat erst in jüngerer Zeit auch in Europa Popularität erreicht, vor allem dank ihrer Zusammenarbeit mit dem Gitarristen Joe Bonamassa. Fast logisch ist mithin, dass knapp zwei Monate nach Bonamassas Oldenburg-Visite auch Beth Hart an der Hunte auftritt: Am 1. Juni ist die Kulturetage für sie fest gebucht.

Die dann zu erwartende energiegeladene Show der Amerikanerin lässt mitunter vergessen, wie steinig ihr Weg war zum heutigen Erfolg. 1996 brachte Beth Hart ihr erstes Album („Immortal“) auf den Markt, das einen ersten kleinen Hit enthielt – aber keinen Sieg im Kampf gegen ihre hartnäckige Drogenabhängigkeit. Der kam erst zwei Alben und diverse Entziehungskuren später, die sie 2003 auf ihrer CD „Leave the light on“ aufarbeitete. Für Beth Hart ein Triumph „über meine Dämonen“ und zugleich der erste Schritt zum großen Erfolg: Das Album erreichte in mehreren europäischen Ländern erstmals Goldstatus.

Was vor allem an Beth Harts Stimme gelegen haben dürfte: Ihr harter, rockiger Bluesstil hatte eine starke Prise Soul erhalten, machte ihre Lied-Interpretation vielseitiger und zum Teil intimer. Ein Grund vielleicht auch, warum Joe Bonamassa, der große Sensible an der Gitarre, seit 2011 regelmäßig Alben mit Beth Hart einspielt. Der Erfolg der Aufnahmen war beider Karrieren durchaus förderlich.

Die Solokonzerte der Sängerin haben dennoch ein anderes, ein persönliches Profil. Beth Hart, die in Oldenburg von ihrer Band mit Jon Nichols (Gitarre), PJ Barth (Gitarre), Bob Marinelli (Bass) und Bill Ransom (Schlagzeug) begleitet wird, nimmt sich einerseits laute, bluesrockige Songs vor, dann aber auch gefühlvolle Balladen, die viel mit ihr selbst zu tun haben: „Es gibt nichts Schlimmeres als diese Dämonen, darum werde ich immer alles daran setzen, etwas Besseres als das zu machen“, sagte sie einmal. Gesungener Blues aus rauer Kehle hat eben viel mit feiner Seele zu tun – damals wie heute.


Infos und Karten unter   www.kulturetage.de 
Klaus Fricke
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