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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Bürger sollen mit Regie übernehmen

24.04.2017

Oldenburg „Viele sollen’s tragen, dann wird’s auch klappen“, so der freischaffende Künstler Michael Olsen.

Knapp 80 Kulturinteressierte haben sich am Samstagnachmittag im Theater Laboratorium getroffen, um sich über die Rettungsaktion für das ehemalige Militärkino Globe auf dem Kasernengelände in Donnerschwee zu informieren. 1954 wurde es von der britischen Besatzungsarmee errichtet. Michael Olsen und Dr. Nicola Haßold-Piezunka, die zum Vorstand der vor knapp einer Woche entstandenen Kulturgenossenschaft „Globe“ gehören, vertraten ihr Vorhaben auf der Bühne. Hausherr Pavel Möller-Lück leitete die Veranstaltung ein.

Einen kleinen musikalischen Vorgeschmack auf das, was später im Lichtspieltheater stattfinden könnte, gab es ebenfalls. „Save the Globe: Von vielen, mit vielen für viele“, war das Motto. Als „kulturhistorisches Juwel“ bezeichnen es die Vertreter der gemeinnützigen Genossenschaft. Das Globe ist vermutlich das letzte der insgesamt 21 in den 50er Jahren erbauten Kino-Theatern seiner Art. Deshalb sei dessen Erhaltung umso wichtiger. Doch der Rettung geben die Architekten nur noch drei Jahre – ein guter Grund, schnell zu handeln.

Die Initiative hat sich ein großes Ziel gesetzt: Bis zum 30. September soll der Einkaufspreis zusammenkommen. 225 000 Euro verlangt Investor Gerald Breschke für das Objekt inklusive 55 Parkplätzen. Die Sanierung des Objekts wird zusätzlich deutlich mehr als eine Million Euro kosten. „Wir müssen Kulturschaffende, Denkmalschützer, die Stadt, Bürger aus allen Schichten mit ins Boot holen, um Interessenskonflikte zu verringern und Ängste zu meiden“, meint Möller-Lück. An Konkurrenzkampf sei dabei nicht zu denken, gibt Olsen zu verstehen, denn das Globe solle allen Kulturschaffenden gleichermaßen zur Verfügung stehen.

Jens Piezunka, Musiker und Mitglied des Aufsichtsrats der Genossenschaft „Globe“, erklärte den Nutzen als multifunktional: Es solle sowohl als Theater-, Kino- und Konzertstätte dienen, wie auch als besonderer Ausweichraum für Schulen und Universität. Ein Gottesdienst könne dort natürlich auch stattfinden. Für Privatpersonen solle der Raum ebenfalls zu erschwinglichen Preisen buchbar sein. Der Charakter müsse allerdings immer beibehalten werden. Über 20 000 Euro hat die Organisation bereits durch Anteile und Spenden eingenommen. Ein Anteil kann für 100 Euro erworben werden. Sollte das Ziel von 225 000 Euro nicht rechtzeitig erreicht sein, bekämen alle Sponsoren ihr Geld zurück, hieß es bei der Infoveranstaltung. Das wäre auch bei Spenden, soweit sie zurückverfolgt werden können, der Fall – andere würden in weitere, kulturell-gemeinnützige Projekte fließen.

Das Globe sei ein „Sahnehäubchen“ der Oldenburger Kulturlandschaft und könne ein Ort der Zusammenkunft werden, betonten die Redner. Ein weiteres, öffentliches Treffen ist für Ende Mai in der Kulturetage geplant. Wichtig sei zunächst, das Vorhaben öffentlich bekannt zu machen.

Über ehrenamtliche Mithelfer in Öffentlichkeitsarbeit, Akquisitions-Analyse und Nutzung freue sich die Genossenschaft genau wie über weitere finanzielle Unterstützung.


Infos   www.globe-oldenburg.de 
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