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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Was Angst mit uns machen kann

13.06.2019

Bürgerfelde Eine junge Frau befindet sich in einem Krankenhaus. Sie ist psychisch krank. Sie weiß, dass ihre Erkrankung ihr Todesurteil sein wird. Dabei ist ihre Geschichte kein Einzelfall. Genau um solche Schicksale – wie sie in der NS-Zeit zwischen 1933 und 1947 als Krankenmorde „Euthanasie“ genannt werden – geht es in dem Theaterstück der Oberschule Alexanderstraße.

Unter dem Titel „Gedenken – Verstehen – Nicht vergessen“ haben die 14- bis 16-Jährigen Neuntklässler des Wahlpflichtkurses Theater ein Stück einstudiert, das am Dienstag, 18. Juni, Premiere feiern wird. Aber nicht nur dieses Stück wird erstmals aufgeführt. Die Jugendtheatergruppe Dienstagsdrama der Freizeitstätte Bürgerfelde präsentiert „Menschenangst“, ein Stück über beklemmende Gefühle und bedrohlich wirkende Situationen.

Bereits im vergangenen Jahr hatten beide Ensembles unter der Regie von Thomas Vossenberg, teils geteilt mit Lehrerin Susan Wiraeus, anspruchsvolle Stoffe umgesetzt. „Jetzt probieren wir ein noch höheres Niveau“, sagt Vossenberg. Das Thema „Menschenangst“ hat sich das zehnköpfige Ensemble selber ausgesucht. „Angst ist ein Gefühl, was einen immer begleitet. Man muss lernen, damit umzugehen“, erklärt die Darstellerin Jasmin Wilhaus. Besonders auf den rechten Terror wollen sie in dem gut 60-minütigen Stück hinweisen. „Wir haben dabei die Texte von Schülern eins zu eins für das Drehbuch übernommen“, sagt Vossenberg.

Intensiv mit ihrem Thema, der Euthanasie, hat sich das Ensemble der Oberschule auseinandergesetzt. Dafür haben sich die Schüler Biografien von Menschen, die in der Heil- und Pflegeanstalt Wehnen waren, angesehen, berichtet Mit-Regisseurin Susan Wiraeus. Dort geht es auch um Angst vor dem NS-Programm, aber es soll auch ein Bezug zur aktuellen Diskussion über den Umgang mit Behinderung und Inklusion hergestellt werden.

Das besondere an den Aufführungen: Sie folgen keinem roten Faden. „Eigentlich kennt man aus dem Theater, dass man durch die Geschichte geführt wird. Hier soll es ganz anders ablaufen. Jede Szene ist eine Geschichte für sich, jeder Gedanke um Angst eine andere“, erklärt Vossenberg das Prinzip.

Beide Theatergruppen werden in einer Doppelpremiere am 18. Juni auftreten. Die Reihenfolge steht noch nicht fest. Eine Karte zählt allerdings für beide Stücke. Stolz ist Vossenberg über die Leistung seiner jungen Darsteller: „Seit September letzten Jahres arbeiten wir an den Stücken. Nun auf einer professionellen Bühne auftreten zu können, ist ein großes Zeichen der Wertschätzung.“

Nathalie Langer Volontärin, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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