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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Kohlfahrt In Oldenburg: Elf Nationen – ein Brauch

10.03.2020

Bürgerfelde Kohltouren haben in Oldenburg eine lange Tradition. So hat der Oldenburger Turnerbund, der als Erfinder der Kohltouren gilt, gerade in diesem Jahr seine 150. Vereinskohlfahrt veranstaltet. Zu den zahlreichen Gruppen, die mittlerweile Jahr für Jahr im Stadtgebiet unterwegs sind, gehört seit vier Jahren auch eine, die so international besetzt ist wie kaum eine andere. Aus den Niederlanden, Marokko, Mexiko, Kolumbien, Chile, Syrien, Tansania, Sudan, Nigeria, Panama, China und natürlich Deutschland kamen diesmal die 28 Teilnehmer, die sich unter der Leitung des pensionierten Lehrers Klaus Scholl auf den Weg machten. Mit dabei auch mehrere Kinder.

„Die Kohlfahrt ist nicht nur ein Essen, sondern eine Tradition, die alle verbindet. Als ich die Notiz in der Küche gelesen habe, war mir gleich klar, dass ich daran teilnehmen werde“, erzählt Ibitowa Olayinka Ahmed, der in seiner Heimat Nigeria von einem Professor erstmals von der Tradition der Kohlfahrten gehört hatte.

Die Idee hierzu war 2016 bei einer gemeinsamen Weihnachtsfeier entstanden. Seit rund dreißig Jahren vermieten Klaus und Margret Scholl Zimmer an Studenten aus der ganzen Welt. Familienanschluss mit inbegriffen. So werden Geburtstage gemeinsam gefeiert, jedes Jahr gibt es eine Weihnachtsfeier und im Frühjahr wird gemeinsam in den Mai getanzt. Seit vier Jahren gibt es nun auch eine Kohltour, an der bisher Teilnehmer aus insgesamt 25 Nationen teilgenommen haben. „Es sind aktuelle Bewohner dabei, aber auch solche, die früher mal bei uns gewohnt haben. Wir hatten schon immer ein offenes Haus“, erzählt Scholl, der die Gruppe Richtung Bürgerfelder Teich oder zur Kleingartenanlage Sorgenfrei führt. Auf der circa fünf Kilometer langen Wegstrecke werden Spiele wie das Teebeutelweitwerfen gespielt, natürlich stilecht mit Ostfriesentee. Als Stärkung gibt es Butterkuchen.

„Erwachsene spielen komische Kinderspiele und haben Spaß dabei. Ich bin erst im Januar nach Oldenburg gekommen und da war es schön mal mit allen anderen etwas zusammen zu machen. Schön fand ich auch, dass Leute von früher dabei waren“, zeigte sich auch Raschad Al Gundy aus Syrien begeistert von der Kohltour und der anschließenden Party. Das Grünkohlessen fand dann bei Scholls in die Alexanderstraße statt, wo der begeisterte Hobbykoch rund sechs Kilo Grünkohl servierte. „Für die Kinder gab es dann noch Chicken Nuggets und Pommes“, berichtet der 70-Jährige. Anschließend wurde dann bis spät in die Nacht im Wohnzimmer seines langjährigen Mieters Mathias getanzt. „Alle sind mitgelaufen, haben sich gefreut und hatten Spaß. Und am Ende haben alle Teilnehmer gemeinsam aufgeräumt“.

„Es war unglaublich. Mir hat es sehr gut gefallen. Alle waren so freundlich. Wir hatten eine große Gruppe mit den unterschiedlichsten Menschen und alle hatten Spaß. Auch das Essen war sehr lecker“, freute sich auch Eihlam Elganel aus dem Sudan darüber, die Möglichkeit gehabt zu haben, die Oldenburger Tradition in einer so bunt gemischten Gruppe kennengelernt zu haben.

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