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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Bunte Demo durch die Stadt feiert Jubiläum

18.06.2014

Oldenburg Rund 40 Demonstrationen gibt es deutschlandweit zum Christopher Street Day, die Oldenburger ist am kommenden Sonnabend eine der größten. Zum 20. Mal ziehen am 21. Juni Lesben und Schwule durch die Stadt, um für ihre Rechte einzutreten.

„Das Medieninteresse ist riesig“, freut sich CSD-Sprecherin Annie Heger. Und auch die Beteiligung der Demonstranten lasse einiges erwarten. „Zwölf Lastwagen, von denen laute Musik herunterdröhnen wird, sind Bestandteil der Demonstration“, kündigt Heger an.

Start ist um 12 Uhr in der Rosenstraße. Von dort aus führt der Weg über den Staugraben hin zum Pferdemarkt, zurück durch die Heiligengeiststraße in die Innenstadt, von dort aus über den Heiligengeistwall und die Staulinie zum Schlossplatz, wo um 14 Uhr die politische Abschlusskundgebung beginnen soll. „Durch zwei sich schräg gegenüberliegende Baustellen bei C&A wird es eng in der Langen Straße“, befürchtet Heger. Die Stadt habe aber grünes Licht gegeben. Die Durchfahrt werde an dieser Engstelle besonders gesichert, um Passanten zu schützen.

Angeführt wird die Demonstration vom LuST-Vereinsvorsitzenden Klemens Sieverding und Tatjana Taft. Letztere ist bekannt für ihre extravaganten Kostüme. Sie war Miss Drag Queen Niedersachsen, Nord-West und Vize Miss Drag Queen Germany.

Der bunte Demonstrationszug hat seit dem letzten CSD einen weißen Kontrapunkt. Die Gruppe „Wir in weiß“ macht auch in diesem Jahr mit ihrer stillen und weißen Präsenz auf die Situation der Lesben und Schwulen in Ländern wie Kamerun, Jamaica und Russland aufmerksam.

„In Uganda beispielsweise, macht sich auch strafbar, wer von einer schwulen oder lesbischen Beziehung weiß, sie aber nicht anzeigt“, ergänzt Heger. Oder die Republikaner im US-Bundesstaat Texas: Sie wollen Schwule künftig mit psychologischen Therapien „reparieren“. Eine entsprechende Klausel nahmen die Mitglieder bei ihrer jährlichen Versammlung in Fort Worth ins Parteiprogramm auf. In Deutschland sei viel erreicht worden, zuletzt das sukzessive Adoptionsrecht. Andererseits ist vor 20 Jahren der Paragraph 175, der Homosexualität unter Strafe stellte, abgeschafft worden, erinnert sich Heger. Und weiter: „40 Männer sind 1994 noch verurteilt worden, rehabilitiert wurde von ihnen bis heute keiner.“

Zu den politischen Reden auf dem Schlossplatz gibt es am Sonnabend ab 14 Uhr ein buntes Unterhaltungsprogramm. „Pony M“ wird auf dem Kulturfest einheizen. Die Oldenburgerin Esther Filly wird mit ihrer Soulstimme Erinnerungen an Amy Winehouse wecken.

Deutschsprachige Songs mit echtem Ohrwurm-Potential verspricht Ela Querfeld mit ihrer Band. Max Reimer, bekannt aus RTLs Supertalent, mischt Gesang und ­E-Geige mit aktuellen Stücken. Der Kabarettist Holger Edmaier wird unterhaltend durch den Tag führen und gemeinsam mit Annie Heger den neuen Polit-Pop-Hit
„100 % Mensch“ präsentieren, den sie mit weiteren Künstlern wie z.B. Hella von Sinnen aufgenommen haben. Der Erlös aus dem Verkauf geht an die Hirschfeld-Eddy-Stiftung.

Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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