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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Personal: Charmante Seite der Polizei redegewandt

23.05.2013

Oldenburg Wer in Oldenburg von der Polizei angehalten wird, trifft mit immer größerer Wahrscheinlichkeit auf eine gemischte Streife. Längst gehört es zum Alltag bei der Polizei, dass Männer und Frauen ein Einsatzteam bilden. Und es werden immer mehr Frauen, die sich für die blaue Uniform entscheiden. In der Polizeiinspektion Oldenburg-Ammerland (650 Beamte) arbeiten aktuell 116 Frauen. Ihr Anteil beträgt somit knapp 18 Prozent. Bei den Einstellungen liegt der Frauenanteil bereits mehr als doppelt so hoch.

„Es ist in unserem Sinne, den Anteil der Frauen in der Polizei zu steigern“, sagt Kriminaldirektor Heinz Hensel, kommissarischer Leiter der Inspektion. Seinen Angaben zufolge sind Frauen nicht nur penible Ermittler, vielfach könnten sie auch besser Streitigkeiten schlichten. Nicht nur bei Gewaltdelikten gegen Frauen und Kinder fänden die Kolleginnen oft den besseren Zugang zu den Personen. Auch bei gewalttätigen Männern wirke sich das psychologisch geschickte Einschreiten der Frauen meist „deeskalierend“ aus.

Dass Frauen zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Polizei werden könnten, war noch vor wenigen Jahrzehnten undenkbar: Die Einstellung von Frauen in die Kriminalpolizei war in Niedersachsen zwar schon seit Anfang der 1950er-Jahre möglich, aber erst 1981 gab es die erste Schutzpolizistin. „Gegen anfängliche Vorbehalte ihrer männlichen Kollegen setzten sich die Frauen durch“, sagt Wilfried Martens, Ausbildungsbeauftragter und Oldenburger Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei. Seit Anfang 1990 seien sie in dem ehemals traditionellen Männerberuf auf dem Vormarsch.

Im vergangenen Jahr stellte das Land Niedersachsen 680 Polizeischüler ein, darunter befanden sich 260 Frauen (38,2 Prozent). Im Jahr davor fanden 228 Frauen den Weg zur Polizei.

Für das Auswahlverfahren 2013 haben sich 930 junge Leute bei der Polizeidirektion Oldenburg (zuständig für den Bereich zwischen Cuxhaven und Diepholz) beworben. Davon waren 361 Frauen (38,8 Prozent). Wer zum 1. Oktober eingestellt wird, steht noch nicht fest. 2012 stellte die Polizeidirektion 103 Schüler ein. Von diesen waren 40 weiblich (39 Prozent).

Die Veränderungen in der Personalstruktur stellt die Polizei auch vor neue Herausforderungen, wie Heinz Hensel berichtet. Es sei in den vergangenen Jahren aber viel unternommen worden, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter zu verbessern. Flexiblere Arbeitszeitmodelle, die Förderung der Teilzeitarbeit sowie Wiedereingliederungsprogramme für Berufsrückkehrerinnen und -rückkehrer seien dafür nur einige Beispiele.

Frauen stehen inzwischen bei der Polizei nahezu alle Karrierewege offen. In Niedersachsen war aber bislang noch keine Polizistin in der Lage, das Auswahlverfahren des Spezialeinsatzkommandos (SEK) zu meistern.

Rainer Dehmer Oldenburg / Redaktion Oldenburg
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