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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Das Beste im         Sportstudenten

28.01.2014

Oldenburg Wenn Sportstudenten Tanztheater präsentieren, was kann man dann erwarten? Kraft und Dynamik? Auf jeden Fall. Witz und Gelassenheit? Sicher. Wut und Tumult? Auch.

In der ausverkauften Exerzierhalle ging jetzt das Stück „Bodyturn“ in Zusammenarbeit mit dem Oldenburgischen Staatstheater über die Bühne. 13 junge Frauen und Männer des Schwerpunktfachs Tanz des Instituts für Sportwissenschaft an der Universität Oldenburg zeigten an zwei Abenden ihre Arbeitsergebnisse.

Eine junge, weibliche Stimme aus dem Off sagt: „Was das Beste an mir ist? Darüber musste ich erst einmal nachdenken. Dann habe ich andere gefragt. Meine Fehler? Das war einfacher. Ich bin weit davon entfernt, perfekt zu sein.“ So oder so ähnlich klingen die Geschichten, die die jungen Tänzerinnen und Tänzer in „Bodyturn“ mit Sprache, Musik und Tanz erzählen. Die Choreografie unter der Leitung von Katharina Groß ist ehrlich und deshalb bewegend. Hier muss niemand perfekt sein. Genau das macht den Tanzabend so charmant.

Einmal strömen sie aus als Schwarm. Wie eine uniforme Menge legen sie zackig den Kopf in den Nacken, machen einen Schritt, heben den Arm. Dann lösen sich zwei Männer aus dem Knäuel, neue Grüppchen formieren sich. Ein anderes Mal tanzen sie zu „Somebody to love“ von Queen, erzählen mit ihren Körpern wortlos von Festhalten und Loslassen, Fallen und Aufstehen.

Einzelne von ihnen lassen im wahrsten Sinne des Wortes die Hosen herunter wie ein junger Mann, der das Muster auf seinen Boxershorts breit grinsend kommentiert: „Das ist Popeye, der Seemann.“ Dann steigt er in aller Seelenruhe in einen Nadelstreifenanzug und setzt eine Mütze auf, die aussieht wie ein Huhn.

Aus einem Seesack befördert er weitere Lieblingsstücke: Ein Jagdhorn, ein Laserschwert und einen Klarinettenkoffer. „Es dauert, die Klarinette zusammenzusetzen. Und wenn ich darauf spiele, klingt es auch nicht gut“, gibt er zu und grinst schon wieder: „Also baue ich sie mal auf.“

Diese 13 jungen Leute sind witzig und unbeschwert, scheinen endlos Zeit zu haben, tanzen Walzer mit einem Plüsch-Walross oder malträtieren ein Schlagzeug, bis den Zuschauern die Ohren wegfliegen, während sie selbst Ohrstöpsel benutzen. Sie geben Einblicke in ihr Inneres, wie eine junge Frau, die sich in einem ergreifenden Solo den Frust von der Seele tanzt, als Mädchen Röcke tragen zu sollen. Sie tanzen Liebesduette und rangeln im nächsten Moment mit Fäusten.

„Bodyturn“ transportiert in einer Stunde soviel Leben und Energie, dass das junge Publikum davon ein bisschen mit nach Hause nehmen darf.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/oldenburg-stadt 
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