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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Denkmal mit finanziellem Kraftakt saniert

02.10.2013

Oldenburg Es ist eines der auffälligsten und repräsentativsten Gebäude der Stadt. Und es ist der Öffentlichkeit im Inneren nahezu unbekannt. Kein Wunder: Das herzogliche Mausoleum auf dem Gertrudenkirchhof ist nicht fürs Publikum zugänglich, sondern nur für Angehörige. Gestern gab’s eine Ausnahme: Mit einer Andacht ist der Abschluss der umfangreichen Sanierung des Gebäudes gefeiert worden.

Knapp zwei Jahre sind vergangen, seit das Mausoleum im nördlichen Teil des Friedhofs eingerüstet worden war. Und weitere drei Jahre ist es her, als Christian Herzog von Oldenburg erfuhr, dass es ins Dach des Bauwerks hineinregnete – der Beginn aller Planungen für die Sanierung der denkmalgeschützten letzten Ruhestätte der Oldenburger Herzöge, Großherzöge und deren Angehörigen. In den Jahren 1786 bis 1790 wurde es im Auftrag von Herzog Peter Friedrich Ludwig erbaut, der dort seine erst 20 Jahre alte Frau begrub.

Rund 225 Jahre später muss das 18 Meter hohe Mausoleum – ein Astylos, ein säulenloser dorischer Tempelbau – nun seinem Alter Tribut zollen. Was wiederum der Herzoglich Oldenburgischen Verwaltung als Eigentümerin Sorgen bereitete: Rund 800 000 Euro sollten die beiden Bauabschnitte (zunächst das Dach mit seiner gläsernen Rotunde, danach Spiegeldecke sowie Innenwände) kosten. Geld, das zunächst fehlte.

Möglich wurde die Sanierung unter Leitung von Artur Saathoff (Architekturbüro Angelis und Partner) sowie der Oldenburgischen Landschaft dank des Engagements von Bund und Land, der Stiftung Denkmalschutz, von OLB und Öffentlicher Versicherung.

Der erste Eindruck zeigt: Die teils komplizierte Arbeit im Altbestand hat sich gelohnt. „Ich bin bestens zufrieden“, sagte Herzog Christian. „Alles harmonisiert gut.“ Man habe sich im Wesentlichem am Original aus der Zeit Peter Friedrich Ludwigs orientiert.

Nur einmal wird das Mausoleum noch dem Publikum zugänglich sein: für eine Führung unter Leitung der Oldenburgischen Landschaft (Termin unklar). Danach soll nach dem Willen der Eigentümer Ruhe einkehren. „Das Bauwerk wird ein Ort der Bedächtigkeit und Andächtigkeit sein“, sagte Herzog Christian.


Mehr Fotos unter   www.nwzonline.de/fotos-oldenburg 
Klaus Fricke
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