• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Markt
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • LocaFox
  • Shop
  • Events
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Dieses Spektakel ist einfach nur grauenvoll

26.10.2015
NWZonline.de NWZonline 2015-10-26T12:29:54Z 280 158

Scream-Nights In Oldenburg:
Dieses Spektakel ist einfach nur grauenvoll

Oldenburg In schwachem Licht sitzt ein Mädchen am gedeckten Tisch. Zu seinem Geburtstag lädt es freundlich zu einem Stück Kuchen ein, Blut rinnt von seinem Arm. Mit einem Messer ritzt es sich die Haut auf, die Haare sind zerzaust – eine Geisteskranke.

Die Szene schnürt einem die Kehle zu, und der einzige Weg heraus führt direkt an ihr vorbei; der Gang ist eng und dunkel. Als sie merkt, dass ihre Gäste nicht lange bleiben werden, wird sie hektisch, bettelt und fleht, springt von ihrem Stuhl auf: „Bleibt doch noch, bitte, ich bin ganz allein.“ Eingesperrt im „Hopes End Asylum“, einer Irrenanstalt, in der schreckliche Dinge passieren – das konnten am Freitagabend die Besucher der Premiere von den dritten „Scream-Nights“ in der Dance Art Company erleben.

Etwa zehn Minuten lang bewegten sich kleine Gruppen durch ein Grusellabyrinth, an den „Insassen“ der Anstalt vorbei. In der „Dark Hour“ von 22 bis 23 Uhr wurde es noch dunkler und schrecklicher: Es quietscht und knattert, dunkle Bässe sorgen für schaurige Stimmung, in einer Ecke spielt Zirkusmusik. Kalter Angstschweiß legt sich einem über den ganzen Körper. „Augen zu und durch“ ist keine Alternative, denn dann läuft man Gefahr einem Henker oder Verrückten in die Arme zu fallen.

Der elektrische Stuhl bebt und qualmt, und hinter der Plastikfolie bewegt sich doch etwas. Ein Untoter steht aus seinem Rollstuhl auf. Ein Wahnsinniger verbringt seine Zeit am liebsten am Operationstisch. Sie sind unberechenbar, hetzen und jagen die Vorbeigehenden, kriechen sogar auf dem Boden. Die Flucht treibt einen an, und dennoch muss man sich zwingen weiterzugehen.

In den schmalen Gängen stieg Panik auf, denn teilweise war es schwer erkennbar, wo es weitergeht. Von weitem hörte man eine Kettensäge aufheulen und quälende Schreie. Die Besucher müssen zittern und schwitzen, und trotzdem machte sich am Ende ein breites Grinsen auf jedem Gesicht breit. „Die Leute haben Spaß“, freut sich Veranstalter Dennis Flowers, „Es ist einfach super, ein toller Auftakt.“ Flowers ist zufrieden: „Wir sind größer geworden und haben tolle Effekte eingebaut.“ Etwa 700 Gäste erwarten sie noch für die folgenden „Scream Nights“.

Diana Leder (45) klemmte sich dicht hinter ihren Mann, und kam um Schockmomente doch nicht drum herum: „Ich habe sogar geschrien, und in einem Gang war es entsetzlich dunkel.“ Kai Leder (50) ist begeistert: „Wir stehen auf Horrorgeschichten. Die Kostüme fand ich richtig toll.“

„Wir machen jedes Jahr privat eine große Halloween-Fete“, erzählt Jessica Radtke (34). Blutspuren im ganzen Wohnzimmer seien da – zumindest einmal im Jahr – ein echter Hingucker, so Frank Radtke (33). Der Preis für die „Scream Nights“ fand er völlig in Ordnung: „Es gab wirklich keine Ausweichmöglichkeiten in den Gängen. Es ist empfehlenswert, als Erster durchzulaufen. Nächstes Jahr unbedingt wieder.“

Auch am Sonnabend nahm der Schrecken kein Ende. Immerhin wurde mit der gruseligen „Charity Night“ an die Elterninitiative krebskranker Kinder gespendet.

Eine Fortsetzung des schaurig-schönen Spektakels gib es bereits am kommenden Wochenende: Am Freitag, 30. Oktober, stimmt die „Dark Hour XXL“ in der Emsstraße 8 auf ein schauriges Halloween ein: Von 21 bis 23 Uhr wird es finster im Irrenhaus. Am Sonnabend, 31. Oktober, folgt das große „Halloween Special“ mit toller Dekoration. Eine „Behind-the-Screams-Tour“ ab 11 Uhr führt die Besucher hinter die Kulissen.


Tickets und Infos unter   www.screamnights.de