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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Der letzte Schrei

19.01.2017

Oldenburg Irgendwo in einer Welt vor unserer Zeit sind Seifenblasen glitzernde Zauberkugeln, Wolken sind wilde Traummonster und Pfützen tiefe Ozeane. Ganz großes Theater. Bis sich der Vorhang schließt. Und die Spielzeit vorbei ist.

Nicht überall. Im Theater Wrede fängt sie gerade erst an: Ab März wird in der Klävemannstraße die erste Babybühne der Stadt Premiere feiern. Willkommen sind Mamas und Papas mit Neugeborenen und Wonneproppen bis zu 14 Monaten, um sich in einer kunterbunten Kissenlandschaft bäuchlings lümmelnd, quietschend kugelnd oder kichernd krabbelnd verzaubern zu lassen. Die halbstündigen Vorführungen kommen ohne viel Text, dafür mit jeder Menge Wunder aus: Seifenblasen, Luftballons, Vogelfedern, Farben und Klängen.

„Keine Krabbelgruppe und kein Elterntreff, sondern einfach ein Raum, in dem man mit seinen Kindern Kunst genießen kann“, hat Andrea Bleikamp sich vor vielen Jahren gewünscht. Damals steckte der Nachwuchs der Kölner Regisseurin noch in Pampers, weswegen sie aber nicht auf Kultur verzichten wollte. Regelmäßig endeten für sie und ihre fidelen Küken die Vorstellungen frühzeitig. Babys hatten im Theater nichts verloren. Bis Andrea Bleikamp es einfach selbst inszeniert hat. Überaus erfolgreich. Was in den Vereinigten Staaten und Großbritannien längst der letzte Schrei in der Kulturszene ist, soll nun nach Köln auch Oldenburg erobern.

„Für uns ist das eine Herzensangelegenheit“, sagt Mareike Lerfels vom Theater Wrede. Die große Kunst, kleine Menschen zu verstehen, beherrscht die Spielstätte bereits seit 2010: Die Kinderproduktionen für Zuschauer ab zwei Jahren hätten anfänglich auch für Skepsis gesorgt, seien inzwischen aber beliebter Treffpunkt vieler Generationen. Mehr noch als die Stücke für Kleinkinder und Menschen in den besten Jahren wäre die Babybühne für jene geeignet, die noch nicht so gut Deutsch sprechen können, sagt Mareike Lerfels – „eine Art inklusives Theater“.

Den Auftakt der Programmreihe bildet das „Quartett Plus 1“. Das berliner-hannoveraner Streich-Ensemble wird Anfang März mit einem Babykonzert neue Töne anschlagen. Gespielt werden Kompositionen aus Barock und Pop, Werke von Mozart, kombiniert mit interaktiven Elementen. Die Vormittagsvorstellung richtet sich an krabbelnde Gäste, nachmittags dürfen Kinder ab 2 Jahren erste Schritte ins kulturelle Stadtgeschehen wagen.

Gebrüllt, gebrabbelt, gegackert darf übrigens bei jeder Aufführung werden. „Das gehört dazu“, sagt Mareike Lerfels. Die Nerven verliert auf der Bühne keiner. Dafür gibt es etwas zu gewinnen: Ab Montag, 6. Februar, verstecken sich beim Spielzeuggeschäft Scharmann’s (Haarenstraße 43) und in der Buchhandlung Bültmann und Gerriets (Lange Straße) Karten für das Baby-Konzert.

„Für Kultur ist niemand zu jung“, sagt Regisseurin Andrea Bleikamp.

Und für die Welt der glitzernden Zauberkugeln, wilden Traummonster und Ozeanpfützen ist keiner zu alt.

Lea Bernsmann Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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