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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Deutliches Zeichen gegen Ausgrenzung

17.01.2015

Oldenburg Die Krisen in Syrien und im Irak sowie die aktuelle Lage der Jesiden standen im Vordergrund des traditionellen Neujahrsempfangs der Flüchtlingshilfe im Café Ibis mit rund 100 Gästen unter anderem aus Politik, Kirchen und Hochschule.

„Ganz besonders herzlich begrüße ich die Flüchtlinge unter uns und heiße sie willkommen“, sagte Dr. Reinhold Friedl, Leiter der UNO-Flüchtlingshilfe für Norddeutschland. Das große Interesse an der Veranstaltung wertete er als „deutliches Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und für eine Willkommenskultur gegenüber Flüchtlingen“. Auch Ibis-Geschäftsführer Uwe Erbel sprach ein Grußwort. Zudem spielte der junge Jeside Sabri Akan auf seiner Saz, einer traditionellen Laute. Während in den vergangenen 30 Jahren die Vertriebenen aus Afghanistan die größte Gruppe unter den Flüchtlingen bildeten, sind es nun erstmals Syrer, gefolgt von Somaliern und Sudanesen. Die Zahl der Flüchtlinge auf der Welt befindet sich laut Ibis auf dem höchsten Stand seit dem Zweiten Weltkrieg. Im Verhältnis zur Bevölkerungszahl habe der Libanon die meisten Flüchtlinge aufgenommen, Deutschland befinde sich nicht unter den ersten zehn Ländern.

Der Vergleich solle aber nicht dazu dienen, die teilweise schwierige Situation in Städten und Gemeinden bei der Aufnahme und menschenwürdigen Unterbringung zu ignorieren, betonte Friedl. Er würdigte das Engagement von Behörden und Wohlfahrtsverbänden sowie die Arbeit der Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe.

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