• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Konzert: Dialogische Musik und Birkhuhn-Studien auf Flöten

11.03.2010

OLDENBURG Das Licht geht aus und das schwarz gekleidete und als Formation aufgestellte „Oh-Ton“-Ensemble taucht auf in grellem Licht, um die bleierne Schwere gleich wieder zu brechen. Robin Hoffmann spielt auf einer Birkhuhn-Lockpfeife, die lediglich ein Rauschen erzeugt – seine „Birkhahn-Studie“. Durch irrwitzige Handformen um das kleine Instrument, rhythmische Schärfe und eine kontrastreiche Anlage gelingt es dem aufführenden Komponisten, aus fast nichts Musik zu formen, die auf bestechende Weise Geschichten erzählt von mehr als nur Birkhühnern.

Ähnlich reizvoll waren die von Michael Lentz erdachten und an Jandls Hörspiele erinnernden Sprachkaskaden in Dialogform zwischen Barabara Kysela als Live-Sprecherin und ihrer vorproduzierten Stimme vom Band. Miteinander verkettet durch rhythmisch repetitive Satzstrukturen und pulsierende Silben verwandelte sich Sprache zu Musik. Ein ähnlich dialogisches Konzept begegnete in Eckart Beinkes „colpo d’ala III“. Während die drei Instrumentalstimmen zu einem zarten, mystischen Klang verschmolzen und wie Gegenpart zum Tonband erschienen, wirkte das mystisch-rituelle „Okanagon“ von Giacinto Scelsi trotz langsamen Tempos zu schnell und etwas gehetzt. Was hier vielleicht schadete, nützte als sprühende Energie den eigens für das Ensemble geschriebenen Stücken: dem klanglich zerklüfteten „Pezzo“ von Volker Heym und den kontraststarken „7 weiße[n] Bildern“ von Gordon Kampe, denen Hoffmann durch Gitarreneffekte einen jazzigen und rockigen Anstrich gab. Angetrieben durch den exzellenten Michael Pattmann (Schlagzeug) wurde auch das „Rapid-Eye-Movement“ von Helmut Oehring zu einem rasanten Bündel unzähliger kleiner Interaktionen.

Das junge, oft körperliche Konzept des Konzertabends offenbarte sich deutlich anhand des uraufgeführten Stücks „Körper“ von Dodo Schielein. Aus drei Klangbildern konnte eine liebevolle Zweisamkeit gehört werden, denn je zwei Instrumente verbanden sich hier mit unterschiedlich schnellen Tempi, bis zuletzt der elektronisch verstärkte Herzschlag und Atem zweier Interpreten das Konzept verdeutlichte.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.