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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Aus „Vorgarten“ wird ein Park für alle

25.10.2017

Donnerschwee Eine genaue Ortsbeschreibung ist notwendig, wenn man in den Anton-J.-Becker-Park einlädt. „Am Europaplatz – gegenüber von der Weser-Ems-Halle“ hat der Bürgerverein Donnerschwee auf den Einladungen zu seinem 65-jährigen Bestehen vermerkt. Gefeiert wird am Samstag, 4. November, ab 15 Uhr in diesem öffentlichen Park, der sogar für viele Donnerschweer im Verborgenen liegt.

Das könnte sich durch dieses Geburtstagsfest nun ändern, denn zum einen sollen dann 500 Narzissen am Park gepflanzt werden, deren gelbe Farbe dann im nächsten Frühjahr ein Signalwirkung haben. Wer sich an der Pflanzaktion aktiv beteiligen möchte, sollte einfach eine Schippe mitbringen. Ansonsten will man es gemütlich angehen lassen. Ein kleines kaltes Büfett gibt es auch.

Zum anderen hält die Kunst Einzug in den Park. Beim Fest wird der Bildhauer David d’Herbecourt, der sein Atelier an der Kortlangstraße hat, hier einige Skulpturen ausstellen. Die Donnerschweer Künstlerin Karin Darby ist laut Mitteilung des Bürgervereins mit zauberhaften Schmetterlingen und Vögeln aus Draht und Gaze vertreten.

Die fantasievollen Wesen sollen auch nach dem Fest in den Bäumen hängen bleiben, wird schon verraten. Und der Park bleibe ein Ort für Skulpturen. David d’Herbecourt werde dort ab dem kommenden Jahr im Wechsel mit anderen Künstlern ausstellen.

Vielleicht hätte es dem Kaufmann Anton J. Becker (rundes Bild; geb. 1890 in Ovelgönne, gestorben 1962 in Oldenburg) gefallen, dass aus seinem „Vorgarten“ ein Park geworden ist. Seine Villa an der Lindenstraße 101 sowie das Kontorhaus an der Bürgerstraße 1 stehen noch. Beide Gebäude wurden im Jahr 2002 unter Denkmalschutz gestellt.

Die Geschichte des Kaufmanns in Donnerschwee hat 1927 begonnen (Quelle: www.alt-oldenburg.de). Auf dem Gelände, auf dem heute das Quartier „Lindenbogen“ existiert, ging es aber schon viel früher los. 1841 baute dort Johann Heinrich Hoyer eine Brauerei. Die wurde 1919 mit der Ohmsteder Haslinde- Brauerei zur Hoyer-Haslinde-Brauerei zusammengeschlossen (Ecke Donnerschweer Straße/August-Hanken-Straße, ist heute ein großes Gewerbegebiet).

Im selben Jahr hatte Anton J. Becker einen Lebensmittelgroßhandel in der Baumgartenstraße 4 gegründet. 1927 kaufte er den gesamten Gebäudekomplex der ehemaligen Hoyer-Brauerei einschließlich der Wohnhäuser zwischen Bürgerstraße, Klosterstraße, Lindenstraße und Donnerschweer Straße. In den Jahren 1933/34 wurden das Kontorhaus und die Villa erbaut. Die ehemaligen Brauereigebäude wurden als Lebensmittelgroßhandel „SM-Zentral-Einkaufslager“ und Kaffee-Großrösterei sowie zur Fabrikation von Margarine, Speisefett, Sauerkraut, Senf und Puddingpulver genutzt. Eine Verkaufshalle, das sogenannten SB-Lagergebäude an der Klosterstraße, entstand 1962, dem Todesjahr des Kaufmanns. Das Unternehmen ging dann auf seine Tochter Asta über. Zum Schluss firmierte man unter dem Namen „CENTRA“ (Lebensmittelimporteur und -großhandel) und stellte nur noch Sauerkraut her. Ältere Oldenburger mögen sich an den Essiggeruch im Viertel erinnern. 1974 wurde der Betrieb einstellt. Verschiedene Unternehmen („Hallo Harm“, Zimmermann, „OSO“) wechselten sich bis 1984 ab. Zwischenzeitlich hatte die Stadt das Gelände gekauft. Nachdem 2004/2005 die letzten Gebäude abgerissen worden waren, entstand das Wohngebiet „Lindenbogen“.

Deren Bewohner haben somit einen Park direkt vor ihrer Haustür – mit Pflanzen wie Japanischem Schlitzahorn, Zaubernuss, Säulen-Eibe, Fadenzypresse, Krokussen – und bald auch Narzissen sowie Kunst am Boden und in der Luft.

Susanne Gloger Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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