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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Gesellschaft: Globe-Kino auf einem guten Weg zum Erhalt

13.09.2017
NWZonline.de NWZonline 2017-09-13T10:58:43Z 280 158

Gesellschaft:
Globe-Kino auf einem guten Weg zum Erhalt

Donnerschwee/Osternburg Es fehlen noch 40 000 Euro, Zeit bleibt noch bis zum 30. September, dann würde das alte Globe-Kino in der ehemaligen Donnerschwee-Kaserne in den Besitz der „Kulturgenossenschaft Globe“ übergehen. Das Interesse der Oldenburger am Kino ist jedenfalls ungebrochen, hat die Initiative am Tag des offenen Denkmals am vergangenen Sonntag festgestellt. Mehr als 1200 Gäste wurden gezählt, von denen fast die Hälfte die Gelegenheit nutzte, sich bei den vier Führungen und in einem Vortrag über die Geschichte des Kinos informieren zu lassen. Dabei wurde auch eifrig gespendet, und die Genossenschaft kann inzwischen Spendenquittungen ausstellen.

Begrüßt wurden auch Gäste, die im Globe gearbeitet haben: der Raumausstatter, der vor etwas mehr als 25 Jahren die goldene Wandbespannung erneuerte und sein zweiwöchiges Werk erläuterte; den Neffen des ehemaligen Globe-Betreibers, der seit seinem 18. Lebensjahr im Globe den Ton steuerte und die Projektoren in Schuss hielt; einige ehemalige Soldaten, die das Globe als Gäste besuchten und einige Anekdoten erzählten. Abgerundet wurde der Tag mit einem Benefiz-Konzert vom Symphonischen Blasorchester Oldenburg.

In der vergangenen Woche war zudem der Oldenburger Hobby-Schriftsteller Dieterfritz Arning im Globe und erzählte die Geschichte, wie er als 16-Jähriger mit einer kleinen Flunkerei an der Kasse als Gast in das Globe zum Ansehen eines englischen Films zugelassen wurde. Er behauptete an der Kasse schlicht, seine Englisch-Lehrerin habe ihn beauftragt, sich einen englischen Film anzusehen. So wurde er vom Chef eingelassen und bekam einen guten Sitzplatz zugewiesen. Am nächsten Tag beichtete er seine kleine Flunkerei aber seiner Lehrerin, teilte die Globe-Initiative mit.

Am Tag des offenen Denkmals beteiligte sich auch die Wohngenossenschaft HunteWoGen eG in Osternburg. Die Bewohner boten eine Straßenführung durch die denkmalgeschützte ehemalige Arbeiter-Siedlung in der Breslauer Straße. Bei den Straßenführungen ging es thematisch um „Solidarisches Miteinander und bezahlbaren Wohnraum statt Macht und Pracht“. Seit sich im Jahr 2008 einige Mieter der Breslauer Straße zu einer Wohngenossenschaft zusammengetan haben, wurden von der HunteWoGen bereits 16 Häuser – und damit mehr als die Hälfte der ehemaligen Siedlung – gekauft. Sie bilden mit insgesamt knapp 90 Wohnungen die Grundlage des genossenschaftlichen Wohnprojekts.


     www.breslauerstrasse.de 
     www.globe-oldenburg.de