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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

TÖPFERMARKT: Echte Keramikkünstler brauchen einen Hammer

06.08.2005

OLDENBURG OLDENBURG - Ob er das ernst meint? „Zu unserer Grundausstattung gehört ein Hammer“, sagt Thomas Naethe, und seine Lebensgefährtin Rita Ternes nickt. „Jedes Stück soll immer besser sein als das vorige.“ Na, dann muss es wohl seine Richtigkeit haben mit dem Hammer, schließlich sind die beiden seit vielen Jahren schon Keramikkünstler, vielfach preisgekrönte obendrein. Seit Donnerstagabend ist das Töpferpaar aus Utzerath/Eifel nun in Oldenburg, um in einem Workshop an der Werkschule seine Auffassung von Keramikkunst darzutun und um an diesem Wochenende am 23. Töpfermarkt auf dem Schlossplatz teilzunehmen.

Das mit dem Hammer, der zum Zerstören vermeintlich misslungener Keramiken dient, ist dann aber doch eher humorig gemeint. Dafür sind ihre Arbeiten international zu anerkannt. Spezialisiert sind die beiden 50-Jährigen, die sich schon seit der Schulzeit kennen (Ternes: „Erst stritten wir uns, danach kam die Liebe“) und seit 1982 ein gemeinsames Atelier betreiben, auf hochwertige Einzelstücke. Rita Ternes montiert ihre Gefäßplastiken (oft mit Streifenmuster) aus Tonplatten, die sie durch Biegungen perspektivisch verformt. Thomas Naethe bevorzugt derweil Gefäße, die höchst präzise auf der Töpferscheibe gedreht werden und als Variation mal gestaucht, dann wieder gezogen werden. „Das rotationssymmetrische Gefäß ist meine Form des künstlerischen Ausdrucks“, betont er, während Rita Ternes in ihren Arbeiten den Hang zu offener Gestaltung verdeutlicht.

Ihre markanten Stile haben beide im Grunde ohne Anleitung entwickelt. „Unser Glück war, dass wir an der Fachschule für Keramikgestaltung in Höhr-Grenzhausen studierten, wo kein Dozent so richtig gestalterisch prägend war“, meint Ternes. „Da musste man eben selbst seine Ausdrucksform finden.“

Auch wenn sie ihre teuren Einzelstücke daheim gelassen haben, Ternes und Naethe freuen sich auf den Töpfermarkt. „Dieses Publikum akzeptiert wenigstens die Keramikkunst.“

Eine Kunst, die auch einfach und praktikabel sein darf. „In unserem Garten in der Eifel haben wir 200 Topfpflanzen stehen, und Rita bat mich einmal: Mach‘ doch auch ein paar Töpfe“, grinst Thomas Naethe. „Habe ich natürlich sofort getan.“

Klaus Fricke
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