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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Ein Abend für Jazz-Legende Duke Ellington

22.02.2013

Oldenburg Ben Webster, Rex Stewart und manch andere Jazz-Legende tummelt sich in dem kleinen Film. Sie alle spielen mit Duke Ellington, und der Meister leitet seinen C-Jam Blues souverän vom Klavier aus.

Auch im Kleinen Haus, wo es das kurze Filmdokument von 1942 ganz am Anfang zu sehen gibt, steht der Duke im Mittelpunkt: Die Vareler Bläserphilharmonie „Senza replica“ widmet ihm mit der Ellington-Revue „Moments of Life“ einen ganzen Abend. Dabei wird in jedem Takt klar, dass Ellington eben nicht nur ein erstklassiger Jazz-Pianist und Bandleader war, sondern jenseits aller stilistischen Zuordnungen zu den großen Komponisten des 20. Jahrhunderts zählt. „Take the A Train“, „Cotton Tail“, „Mood Indigo“ – einen Ellington-Klassiker nach dem anderen lassen die Vareler Bläser mit ihrem Leiter Friedhelm Stahl erklingen. Kein Wunder, dass sie damit ihr Publikum mitreißen, denn jenseits aller überzeugend gelösten Fragen nach Spieltechnik, Intonation und Zusammenspiel musizieren die rund 50 Musiker mit Schwung und Swing sowie effektvollen Soli. Glühend exotisch und äußerst farbig lassen sie den „Caravan“ über die Bühne rollen – ein orchestraler Höhepunkt gegen Ende des Abends.

Allein mit ihrem Meister-Komponisten bleiben die friesischen Bläser an diesem Abend jedoch keineswegs – „Sweet Sugar Swing“ nennt sich das Terzett aus Mary Kehl, Annie Heger und Christina Silvia Meyer, die mit Verve und Energie immer wieder über die Bühne wirbeln.

Effektvoll choreographierte Tanzeinlagen wechseln sich dabei mit farbenfrohen Gesangsnummern ab. Doch das ist längst nicht alles: Mit vielen kleinen Geschichten bringen die drei swingenden Grazien Ellingtons Welt dem Publikum näher, sie zeugen z.B. von dessen Status als Weltstar, von zahllosen Reisen, aber auch vom Rassismus der Zeit, dem sich selbst ein Ellington ausgesetzt sah. Gemeinsam mit informativen Textbeiträgen und einer Fülle an die Wände projizierter, eindrucksvoller Fotos entsteht so eine temporeiche, witzig-charmante, dazu lehrreiche Revue, die das Publikum im voll besetzten Kleinen Haus rundum für den Duke einnimmt.

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