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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Kultursommer: Ein Hauch von Südamerika am lauen Sommerabend

04.07.2013

Oldenburg Wie schön! Da lädt sich der Kultursommer musikalische Gäste aus den warmen Regionen dieser Welt ein – und ausgerechnet dieser Sommerabend erweist sich seines Titels würdig. Kein Wunder, dass das Septett Monsieur Periné aus Kolumbien sich über alle Maßen wohlfühlte auf dem Schlossplatz.

Und das drückten Sängerin Catalina García und ihre sechs Mitstreiter auch in ihren Songs aus. Sehr viel sommerliches Gefühl, so wie es von der Sonne entwöhnte Nordeuropäer es sich vorstellen: Luftige Rhythmen zu flirrender Gitarre und jauchzendem Saxofon. Wem das nicht reicht, dem wird mit Liedtiteln wie „La Playa“ (Der Strand) endgültig warm ums Herz.

Aber Monsieur Periné bieten mehr als nur Urlaubsstimmung aus Südamerika. Da swingt es bisweilen wie einst bei Django Reinhardt, es jazzt wie bei Louis „Satchmo“ Armstrong, und im „Bourrée“ von Bach glaubt man gar, den Querflötenderwisch Ian Anderson auf der Bühne zu sehen. Unerwartete (und vielleicht nicht ideale) Klänge von einer Band, die ihre spanisch-lateinamerikanischen Wurzeln zu keinem Zeitpunkt des Konzerts verleugnet, auch nicht bei ihrem leicht überarbeiteten „Bolero“.

Das Publikum (etwa 4000 waren dabei) indes mochte die Stilabenteuer von Monsieur Periné; der laue Dienstagabend öffnete die Sinne für künstlerisch Überraschendes. Und selbstverständlich auch für Erwartbares: Als die Band den Evergreen „Besame mucho“ (beliebt und bekannt seit 1941) intonierte, war der Schlossplatz endgültig zur Plaza geworden, irgendwo zwischen Tijuana und Rio de Janeiro. Oder eben Bogotá, der Heimat von Catalina Garcia und ihren Freunden.

Die zierliche Sängerin ist einerseits absoluter Mittelpunkt auf der Bühne, andererseits nimmt sie sich gern zurück und überlässt dem Multiinstrumentalisten Camilo Parra das Scheinwerferlicht und den Applaus.

Der Auftritt von Monsieur Periné hatte eben alles, was dieser warme Abend verdiente: Bossa Nova und Pop, luftiger Jazz und kubanischer Son, Salsa und andere sonnige Rhythmen. Man muss eben auch mal Glück haben mit dem Wetter im Kultursommer.

Klaus Fricke
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