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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Ein Opernschatz namens Il Giustino

16.01.2008

OLDENBURG Mit dem venezianischen Komponisten Antonio Vivaldi (1678-1741) verbindet man zunächst seine berühmten „Vier Jahreszeiten“. Dabei hat er schätzungsweise 90 Opern geschrieben, erläutert Regisseurin Katrin Knopp. „Da gibt es noch einige Schätze zu heben.“

Einen dieser Schätze hat das Staatstheater für sich bereits entdeckt. Die prächtige Barockoper „Il Giustino“, die Vivaldi 1724 für die römische Karnevalssaison schrieb, feiert jetzt Premiere.

„Mit einer tollen Besetzung von der Kammersängerin bis zu den Jungstars“, so Knopp, zeigt das Staatstheater die Oper in der Exerzierhalle am Pferdemarkt. Mit ihren Backsteinwänden verkörpere die Spielstätte die raue, erdige Seite des Barock, beschreibt die Regisseurin den gewollten Kontrast zwischen prächtiger Musik und üppigen Kostümen auf der einen und roher Kulisse auf der anderen Seite. Den besonderen Reiz, heute eine Barockoper aufzuführen, sieht Knopp in der wiederkehrenden Freude am Spiel mit Formen, das ruhig mal überschäumen darf, à la „Fluch der Karibik“.

Die Handlung sei unglaublich abenteuerlich, sagt sie: „Da werden Heldentaten vollbracht und Frauen gerettet.“ Im Zentrum steht die historische Figur des Kaisers Justin I. (Giustino, Nathalie Senf), der aus ärmlichen Verhältnissen stammt und zu Ruhm gelangt – nebst Liebe, Rache, Machtgier und Intrigen.

Von ursprünglich 46 Arien und viereinhalb Stunden Länge hat die Regisseurin, die zuvor Opern in Linz und Hamburg inszenierte, 20 Arien und zwei Stunden Spieldauer herausgearbeitet. Das Orchester tritt mit 20 Musikern in eher kleiner Besetzung an, spielt dafür aber auf der Bühne.

Während zur Premiere wegen päpstlichen Dekrets nur Sänger zugelassen waren, singt und spielt in der Exerzierhalle nur ein Tenor (Thomas Burger). Die übrigen Frauenpartien sowie drei Hosenrollen übernehmen Mareke Freudenberg, Nathalie Senf, Ulrike Ludewig, Sarah Papadopoulou und Kammersängerin Marcia Parks.

Lesen Sie alle NWZ-Theaterkritiken im Internet unter

www.NWZonline.de/theater

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