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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Weinfest In Oldenburg: Prohooost ...!

12.09.2015

Oldenburg Das Weinfest sollte eigentlich nur ein schöner Abschied für unsere russische Praktikantin Viktoria Mokretsova werden. „Ach, ihr geht auf das Weinfest?“, hieß es dann aber bei den Kollegen in der Lokalredaktion, „ihr könnt doch auch berichten, wie es war“. Das war es dann mit unserem Feierabend – aber man kann sich Schlimmeres vorstellen, als auf dem Weinfest zu arbeiten.

Auf der Suche nach aufregenden Geschichten ziehen wir los. Viele Oldenburger haben die gleiche Idee. Überall genießen die Menschen das gute Wetter mit einem Glas Wein in der Hand. Es riecht nach Spätsommer, Flammkuchen, und im Hintergrund hören wir schon italienische Klassiker.

Als erste Station kämpfen wir uns zum Winzer Stephan Thielen vom Weingut Thielen-Feilen durch. Uns wird ein trockener Riesling (Jahrgang 2014) von der Mosel empfohlen. „Der Wein stammt von 50 bis 60 Jahre alten Rebstöcken. Es sind die ältesten unseres ganzen Weinguts“, erklärt der Winzer.

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Wir wollen uns zu einer netten Runde an einen der Tische setzen. Doch die Plätze sind heiß begehrt. „Da sitzt schon jemand“, müssen wir das eine oder andere Mal hinnehmen, bis wir uns schließlich einer Gruppe Weißweintrinker anschließen können.

Auch wenn wir von allen am jüngsten sind, finden wir schnell nette Gesprächspartner. Das Ehepaar Inge und Jürgen Dommert ist aus Köln angereist. Jürgen Dommert ist in Oldenburg groß geworden und nun das erste Mal seit 60 Jahren wieder in der alten Heimat. Er freut sich darüber, dass alle ihn hier verstehen, wenn er „Moin“ ruft. „Bleiben Sie heiter“ geben sie uns am Ende noch mit auf den Weg.

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Vor der Bühne entdecken wir Leute in unserem Alter. Drei Jungs, drei Mädels – das müsste eigentlich passen, oder? Aber es gab doch nicht so viel zu reden. Weiter geht’s. „Wir müssen noch Federweißer probieren“, beschließen wir. Wieder zieht es uns zurück zu unserem Lieblingswinzer Thielen. Dazu schmeckt doch eine warme Brezel – auch daran mangelt es auf dem Weinfest nicht.

„Die kommen bestimmt gerade von der Arbeit“, sagt Alina, als wir gut gelaunte Männer in Anzügen entdecken. Tatsächlich gibt es etwas zu feiern für die Wirtschaftsprüfer: „Wir haben heute ein gutes Geschäft abgeschlossen“, freut sich Frank Reiners. Nina erzählt, dass sie beim Konkurrenten mal ein Praktikum gemacht hat. Trotzdem bleiben wir Freunde und plaudern noch eine Weile.

Es wird immer voller, und wir bahnen uns mit unseren Gläsern den Weg durch die Massen. Wie gerufen, werden gerade Plätze an einem Tisch für uns frei. So kommen wir mit Waltraud Ahlers und Gerd Buken aus Cloppenburg ins Gespräch, die jedes Jahr das Weinfest nutzen, um alte Bekannte in Oldenburg zu treffen. Man lernt aber auch viele neue Leute kennen, findet Jörg Hülsmann: „Das macht das Weinfest aus.“

Auch Musik darf nicht fehlen. Viele verliebte Paar tummeln sich auf der Tanzfläche. Als die Band „Dolce Vita“ eine Pause macht, erzählt uns der Musiker Roberto Mura, der aus Sardinien stammt, wie er zur Musik gekommen ist: „Mit 18 Jahren lernte ich Gitarre zu spielen – aus Liebe zu einer Frau.“ Romantischer könnte es nicht sein.

Am Ende des Abends ziehen wir ein gutes Fazit: Der Wein hat geschmeckt, besonders weil man ihn mit den verschiedensten Leuten genießen kann: Jung und Alt erleben die vielleicht letzten lauen Abende dieses Jahres. Das Weinfest geht an diesem Sonnabend von 13 bis 24 Uhr und am Sonntag von 12 bis 16 Uhr weiter.

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