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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Ein Singvogel macht Theater

26.11.2005

OLDENBURG Hans Christian Andersen schrieb die Märchenvorlage. Mark Spitzauer inszeniert das Kinderstück mit viel Musik.

Von Simone Wiegand OLDENBURG - „Lieber Kaiser höre zu, große Leute so wie du, die kennen Prunk und Sitte nur, doch nicht die Schönheit der Natur . . .“ – so lautet eines der Lieder, mit denen die Nachtigall den Kaiser von China beglückt. Auch wenn der Singvogel im echten Leben eine Opernsängerin ist, sind es keine Arien, die sie singt. Denn eine „Opern-Schraube“ wollte Regisseur Mark Spitzauer dem Kinderstück zur Weihnachtszeit nicht anlegen. Wohl aber ganz viel Live-Musik mitgeben.

So hat Spitzauer keine Zeit und Mühe gescheut, eine chi-nesische Zither von weit her kommen zu lassen. Im Stück wird diese Gu-Zheng vom Oberhofmusikant Thomas Birklein gespielt. Die kaiserli-che Hofmusik steht für die künstliche Welt des Palastes. Die ist schön und glitzernd, macht auf Dauer aber krank, wie der Kaiser ja am eigenen Leib erfährt.

Ganz anders die Naturlandschaft der Nachtigall, die mit ihrer schönen Stimme a cap-pella singt, weil sie sonst nichts braucht. Gegen einen künstlichen Vogelsingapparat kommt sie dennoch nicht an. Die Nachtigall kehrt also in ihren chinesischen Bambuswald zurück. Doch der Singapparat geht kaputt, der Kaiser wird krank und wünscht sich den kleinen Vogel zurück.

Der Dichter Hans Christian Andersen wäre sicherlich erfreut über die Aufführung seines Märchens. Denn der dänische Dichter war ein begeisterter Theaterbesucher. In Olden-burg, das er auch seine „zweite Heimat“ nannte, besuchte er während seiner Aufenthalte gerne das damalige Hoftheater.

„Die Chinesische Nachtigall“ ist eines von rund 160 Märchen, die sich der Mann mit der großen Nase und den tief liegenden Augen ausdachte. Die Inszenierung des Staatstheaters ist quasi ein Geschenk an den Dänen zu seinem 200. Geburtstag. Eine begleitende Ausstellung zum Theatermann Andersen wird eine Stunde vor Aufführungsbe-ginn im Foyer eröffnet.

In die chinesisch farbenfrohen Kostüme von Heike Keinath schlüpfen Cordula Schmieg/Anja Metzger/Irina Wischnizkaja, Thomas Birklein, Claas Schramm, Si-mone Arntz, Uwe Kramer und Norbert Wendel/Thomas L. Dietz. Die Musik stammt von Thomas Birklein und Olaf Wiegmann. Steffen Lebjedzinski hat eine kaiserliche Bühne entworfen, die im Theater ohne die sonst üblichen Türmchen und den chinesischen Schnickschnack auskommt.

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