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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Diese Oper zeigt, was die schöne Stimme kann

01.12.2016

Oldenburg Kann eine Oper ohne Szene funktionieren? Was ist die eigentliche Magie des Theaters? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigte sich Felix Schrödinger, der die halbszenische Darstellung der Oldenburger Aufführung von „La fille du régiment“ inszenierte. Die französische Opéra comique nach Gaetano Donizetti (1797-1848) wird ab Freitag im Staatstheater gezeigt.

Männlich aufgezogen

Das sagenumwobene 21. Regiment des französischen Militärs besetzt zum Ende der Napoleonischen Kriege Tirol. Anders als vielleicht zu erwarten, gehören dieser Truppe jedoch nicht nur Soldaten an, sondern auch eine Frau: die junge Marketenderin Marie.

Zum Stück

Das Stück feiert am Freitag, 2. Dezember, 19.30 Uhr, Premiere im Großen Haus.

Es sind noch einige Restkarten (ab 21 Euro) an der Theaterkasse erhältlich. Weitere Aufführungen Dienstag, 6. Dezember (19.30 Uhr), und Donnerstag, 29. Dezember (19.30 Uhr).

Mehr Infos unter http://staatstheater.de.

Als Säugling wurde sie 18 Jahre zuvor von dem Regiment auf einem verlassenen Schlachtfeld gefunden. „Damit hatte sie 1500 Väter“, erklärt Dramaturgin Valeska Stern zum Stück. Und entgegen ihrem Geschlecht zogen die Soldaten sie eher militärisch und männlich auf.

Aus Zufall begegnet das Regiment jedoch eines Tages der leiblichen Mutter Maries, einer adeligen Marquise. Nachdem diese bemerkt, dass die junge Frau keine andere als ihre eigene Tochter ist, nimmt sie Marie zu sich. Vorerst bezeichnet sich die Marquise allerdings als Tante und nicht als Mutter Maries. Ein gänzlich neues Leben eröffnet sich plötzlich für die Marketenderin. Doch der Alltag im Schloss und die adelige Erziehung sind eben nicht das, was sie ihr Leben lang zu schätzen lernte. Kurzum: Sie ist und bleibt im Inneren ein Teil des 21. Regiments.

Erste Hauptpartie

Der Konflikt verschiedener Stände sowie die Liebe zwischen Marie und dem jungen Tiroler Tonio finden sich auch in der Musik Donizettis wieder. Militärische Arien, barocke Klänge des Adels oder ein bäuerlicher 3/8-Takt verdeutlichen die verschiedenen Welten der Oper, beschreibt der musikalische Leiter Vito Cristofaro die Atmosphäre.

„Die Oper ist ein Paradebeispiel des Belkantos. Das heißt, alles, was die schöne Stimme kann, wird gezeigt“, ergänzt Stern. Die Oldenburger Aufführung präsentiert „La fille du régiment“ in einer halbszenischen Inszenierung. So entwickelt sich das Stück von einer konzertanten zu einer szenischen Darstellung. „Lebendigkeit und Magie der Oper werden damit gezeigt“, verrät die Dramaturgin.

Auf der Bühne spielt Sooyeon Lee als ihre erste Hauptpartie am Staatstheater die Marketenderin Marie. Philipp Kapeller zeigt sich in der Paraderolle der Tenöre als ihr Geliebter Tonio.

Bönischs Leitung

Hagar Sharvit tritt als Marquise de Berkenfield, Ill-Hoon Choung als Sergeant Sulpice, Aarne Pelkonen als Hofmeister Hortensius, KS Paul Brady als Korporal sowie Georgi Nikolov als ein Landmann auf. Der Oldenburger Opernchor ist unter der Leitung von Thomas Bönisch zu sehen. Bühne und Kostüm stammen von Josefine Smid, das Licht von Steff Flächsenhaar.

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