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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Eine Stadt lässt sich choreografieren

09.06.2016

Oldenburg Eine transparente Kugel mitten in der Stadt. Sie ähnelt einer überdimensionalen Seifenblase. Darin bewegen sich Tänzer. Sie laden Passanten ein, mitzumachen. In Kreisen stehen sie zusammen, jemand beginnt mit einer Bewegung, der nächste führt sie fort. In den vergangenen Monaten bot sich diese Bild wiederholt in der Innenstadt. Es handelte sich um die Proben zum neuesten Tanzstück des Staatstheaters.

„City Moves“ setzt sich mit Oldenburg, seinem Alltag und seinen Menschen auseinander. „Jede Stadt besteht aus Bewegung“, sagt Dramaturgin Nastasja Fischer. Fußgänger würden sie im Gehen, Laufen oder Stehen körperlich erfahren. Dazu gehörten auch intuitiven Gesten, etwa das Verschränken der Arme. „Wir wollten wissen, was passiert, wenn wir das durch den Tanz brechen.“

Um diese Frage zu erforschen, verlagerte Chefchoreograf Antoine Jully, auch verantwortlich für Installation und Kostüme, die Proben aus dem Ballettstudio in die Stadt. Mal war die Blase in der Fußgängerzone zu sehen, mal vor dem Horst Janssen-Museum. Immer waren Oldenburger und Oldenburgerinnen eingeladen, zuzuschauen und mitzumachen.

Diese Kombination aus Installation, öffentlicher Probe und gemeinsamer Stückentwicklung habe es am Staatstheater bislang noch nicht gegeben, so Sprecherin Pia Feldkamp. „Es war interessant, unsere kreative Arbeit nach außen zu tragen“, sagt Jully. Für die Tänzer sei es zudem eine neue Erfahrung gewesen, direkt mit dem Publikum zu interagieren. „Sie haben sich geöffnet.“

Das gelte auch für die Passanten, die zunächst zurückhaltend gewesen seien. Aber sobald sie sich zu den Tänzern in die Blase getraut hätten, sei das vergessen gewesen. „Erst einmal drin, kann man frei sein“, sagt auch Fischer. „Die Blase ist ein eigener Kosmos.“ Und als solches gleichermaßen Sinnbild für den Menschen und den städtischen Raum, erklärt Jully.

Wer sind die Menschen, die sich in der Stadt bewegen? Wie begrenzt Raum? Mit Hilfe von Begegnung und Tanz näherte er sich diesen Fragen. Die öffentlichen Proben wurden gefilmt. Aus dem Material machte Jully im Studio eine Choreografie. „Ich habe frei und spontan gearbeitet.“ Das Ergebnis sei modern, lasse aber auch die alltäglichen Bewegungsmuster erkennen.

Für die Uraufführung von „City Moves“ am 10. Juni ab 20 Uhr im Kleinen Haus gibt es Restkarten. Die Vorstellungen finden statt am 12.06. (18.30 Uhr), am 15.06 und 17.06. (jeweils 20 Uhr) sowie am 26.6. (15 Uhr). Für alle Termine sind noch Karten verfügbar.

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