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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Ergreifende Momente mit englischen Chören

01.11.2014

Oldenburg Einer Tradition folgend machten sich die Sängerinnen und Sänger der Lambertikirche auch in diesem Herbst auf eine Chorreise. Diesmal allerdings nicht in kompletter Stärke des Lambertichors, sondern „nur“ mit 27 Mitgliedern der ohnehin kleineren Capella St. Lamberti. Der künstlerische Erfolg der viertägigen Reise nach England wurde dadurch aber nicht geschmälert.

Die 27 Akteure machten bei ihren Konzerten in Oldenburgs Partnerstadt Kingston upon Thames und dann in der britischen Hauptstadt Eindruck. Der Kammerchor, bestens eingestimmt durch ein Konzert im Bremer Dom unmittelbar vor der Abfahrt, hatte seinen ersten Stopp in Kingston, wo vor allem die „typisch englische Architektur des hübschen Städtchens“ (Chorleiter Tobias Götting) und natürlich das nahe Schloss Hampton Court alle begeisterten. Musikalischer Höhepunkt hier war ein Konzert mit Gottesdienst aus Anlass der Wiedereröffnung der zentralen Kirche All Saints‘ Church. Ganz anders waren dagegen nach Göttings Worten die Eindrücke in der „brodelnden Metropole London“. Die Tage waren aber nicht nur der Stadt gewidmet, hier gab es in der Kirche St. Clement Danes auch den, so der Chorleiter, „musikalischen und emotionalen Höhepunkt der Reise“.

Im Rahmen des Brandenburg Choral Festivals sangen die Oldenburger gemeinsam mit dem Tiffin Boys‘ Choir in dieser Kirche, die 1941 bei einem Luftangriff der Deutschen zerstört worden war. Die Capella St. Lamberti intonierte u. a. die Motette „Wie liegt die Stadt so wüst“ (von Rudolf Mauersberger kurz nach der Dresdener Bombennacht im Februar 1945 geschrieben) sowie zusammen mit dem englischen Knabenchor die Mendelssohn-Motette „Verleih uns Frieden“.

Dieses „durchaus provokative Programm“ habe aber großen Zuspruch gefunden, meinte Götting: „Es war ein für beide Chöre wie fürs Publikum sehr ergreifender Moment.“

Das Hauptwerk ihrer Herbstreise trug die Capella schließlich in der berühmten St. Paul’s Cathedral vor: Bachs Motette „Jesu, meine Freude“ (zu hören erneut am 23. November ab 10 Uhr in der Lambertikirche). „Es war überwältigend, in dieser imposanten Kathedrale zu singen“ resümierte Tobias Götting.

Klaus Fricke
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