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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

20. Todestag Von Horst Janssen: Oldenburger erinnern an genialen Zeichner

01.09.2015

Oldenburg „Wozu wäre wohl das Leben erfunden, wenn nicht zum Gebrauch in der einen oder anderen Weise.“ Bischof Jan Janssen erinnerte am Montagabend in der Lambertikirche nicht nur an den genialen Zeichner Horst Janssen, sondern vor allem auch an den wortgewaltigen Künstler: „Es gibt den Moment, wo ich meine höchste Angst in die tiefste ‚Gelassenheit‘ fallen lasse und mir erlaube, den Irrungen und Hoffnungen Tausender Menschheitsgeschlechter zu folgen und an Gott zu glauben“, zitierte Bischof Janssen aus des Künstlers Werk „Die Welt ein Kugelsieb“. Offizielle Gäste, Wegbegleiter und Kunstfreunde hatten sich im Lambertussaal der Kirche versammelt, um jenes genialen Zeichners zu gedenken, der vor 20 Jahren gestorben war.

Der Künstler Janssen habe ihn seit seiner Schulzeit begleitet, berichtete der Bischof. Er erinnerte jedoch einen Moment lang auch an den Trauergottesdienst in der Lambertikirche, als Altbischof Sievers vor 20 Jahren sagte, kein Mensch solle über andere Urteile abgeben. So mancher, der im Saal saß, war auch damals dabei, als viele Sonnenblumen leuchteten und Schmetterlinge durch die Kirche flatterten.

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, der bereits zuvor am Grab des Künstlers einen Kranz niedergelegt hatte, erinnerte an Horst Janssen als „Oldenburger im Geiste“, als Unikum und Original. Er beleuchtete die Beziehung zur Stadt Oldenburg, die ihn 1992 zum Ehrenbürger ernannt hatte, eine Entscheidung die damals keineswegs unumstritten war.

Auch Krogmann blickte zurück auf den Tag von Janssens Beerdigung, als der Sarg auf einer Kutsche von vier Rappen durch die Stadt gezogen wurde. Krogmann war sich sicher, dass Janssen heutzutage in Oldenburg ebenso präsent sei wie vor seinem Tod. „Nach wie vor gehört er zu den bekanntesten und beliebtesten Grafik-Künstlern Deutschlands“, sagte er und berichtete, dass auch er in seinem Amtszimmer „einen Janssen“ habe. Aus Sicht des Oberbürgermeisters ist das Horst-Janssen-Museum eine wunderbare und angemessene Form der Ehrung für einen der schillerndsten und berühmtesten Söhne der Stadt.

Dr. Jutta Moster-Hoos, Leiterin des Museums, sieht Janssen in seinem druckgrafischen Werk, vor allem in der Radierung, in einer Tradition mit Rembrandt und Goya. Sie moderierte den Festakt in der Lambertikirche und erinnerte daran, dass die mehr als 50 Radierzyklen und Tausende Einzelblätter Janssen unsterblich machen.

Gesche Tietjens, die von 1968 bis 1972 mit Janssen zusammenlebte, las wunderbar lebendig die „Tessiner Litanei: Tach Püppchen, ich liebe dich“, das der Künstler ihr nach einer gemeinsamen Reise gewidmet hat. Und mit dem dadaistischen Sprech- und Singstück „Eine kleine Horst-Musik“ von Steffen Wolf erinnerte ein Hamburger Chor an Janssen. Das hätte ihm gewiss gefallen.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv.de/oldenburg-stadt 
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Sabine Schicke stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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