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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Der Norden Trommelt: Mit viel Vergnügen von Bach bis zu den Beatles

30.10.2018

Eversten Es gibt Akkordverbindungen, welche durch viele Jahrhunderte der Musikgeschichte nichts an Popularität eingebüßt haben, wie die Akkordsequenz in Pachelbels „Kanon“ oder die Andalusische Kadenz. Und so konnte Johannes von Hoff mit seiner improvisierten Orgeleinleitung über Bachs bekanntes „Air“ nahtlos in den bekannten Song der Beatles „A Day in the Life“ überleiten. Der wieder ein ausgezeichnet dargebotenes Programm des „Schlagwerk Nordwest“ mit Orgel am Sonntagabend in der Ansgari-Kirche in Eversten beendete.

Vorher gab es einiges zu bewundern: Die zwölf Kinder und Jugendlichen aus der Talentschmiede von Axel Fries boten ein abwechslungsreiches, einstündiges Programm dar. Der Schlagzeuger und Pädagoge hat das Schülerensemble „Schlagwerk Nordwest“ 1999 gegründet. Auch jenseits von komplexer Rhythmik waren am Sonntag vielschichtige Klangfarben zu hören, von den obertonreichen Glocken und Chimes über Handtrommeln und in der guten Akustik der Ansgari-Kirche voluminös klingende Tom-Toms bis hin zu den Melodieinstrumenten des Schlagzeugs: Xylo-Marimba und Vibrafon.

Dabei wurden auch Klangeffekte eingesetzt, die bei der zeitgenössischen Musik gebräuchlich sind, wie das Streichen der Metallplatten des Vibrafons mit einem Bassbogen. Dies führte beim „Millenium Bug“ von Giovanni Sollima zu einer aparten Klangmischung: Zum vierstimmigen Akkordsatz der Orgel strichen vier Spieler gleichzeitig, so dass sich der obertonreiche, etwas näselnde Klang der Vibrafonplatten mit den Liegetönen der Orgel verband.

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Beim reizvollen „Fandango“ von Axel Fries war in der swingenden Rhythmik immer wieder die Andalusische Kadenz zu hören, vom Ensemble mit improvisatorischer Leichtigkeit dargeboten. Die geschickt eingestreuten Orgelsoli ergänzten das Programm aufs Angenehmste.

„Sarajevo“ von Mons Leidvin Takle erinnerte mit seinen stampfenden Bässen und den abwärtsgehenden Glissandi manchmal an den Sound einer Hammondorgel und in den durch Johannes von Hoff rhythmisch geschickt phrasierten „Litanies“ von Jeham Alain war eine reichhaltige modale Harmonik zu erleben.

Schon die Beatles begannen mit „A Day in the Life“ harmonisch avancierter zu komponieren und immer neue Klangeffekte auszuprobieren. Den jungen Musikern des Schlagwerk Nordwest mit den Nachwuchsensembles „Back-Beat“ und „Piccolo-Percussion“ steht diese Tür zum Entdecken neuer Klangwelten offen.

Bei der Zugabe war auch das Publikum mit einbezogen: Zu „Jingo“ von Santana wurden zuerst die melodischen Einwürfe geübt und als auch das „o“ mit dem passenden Crescendo versehen war, konnte mit viel Vergnügen gemeinsam musiziert werden.

Das Festival „Der Norden trommelt“ fand nun schon zum zehnten Mal in Oldenburg statt. Dazu arbeiten die Universität und die Musikschule der Stadt vorbildlich zusammen. Man darf nun auf die elfte Auflage im kommenden Jahr gespannt sein, bei der auch Ensembles aus verschiedenen deutschen Musikhochschulen zu Gast sein werden.

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