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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Literatur: Eversten Holz wird zum Krimischauplatz

25.08.2020

Eversten Dass das Eversten Holz gerne ganzjährig als beliebtes Ausflugsziel für viele Oldenburger genutzt wird, ist den meisten bereits bekannt. Dass der Stadtwald Oldenburgs größtes Naherholungsgebiet ist, wissen allerdings schon weniger. Und dass der Park nun auch noch Schauplatz eines fiktiven Kriminalfalls wird, haben wohl die wenigstens vermutet.

Örtliche Verbundenheit

Doch genau diesem Vorhaben hatte sich Ute Friedrich angenommen: „Ich fühle mich sehr verbunden mit dem Eversten Holz. Schon als Kind war ich immer dort. Mittlerweile bin ich täglich zu jeder Jahreszeit im Eversten Holz, egal wie das Wetter ist. Dort walke ich. Danach mache ich auf der Wiese neben den Findlingen Gymnastik. Ich gehe alle Wege ab und kenne mich dort sehr gut aus.“ Das sei auch der Hauptgrund gewesen, weshalb sie ihren nächsten Kriminalroman nach Sylt und Helgoland in dem historischen Stadtpark in Oldenburg spielen lasse wolle.

Ans Schreiben sei sie durch eine Freundin, die einen Science-Fiction-Roman verfasste, gekommen:

„Mich hat ihre dreijährige Recherche sehr beeindruckt und mir sind direkt auch so viele Geschichten in den Kopf gekommen. Da hat sie mich ermutigt anzufangen.“ Im Mittelpunkt des Oldenburgkrimis „Die Toten vom Eversten Holz“ stehen neben dem Schauplatz selbst zwei zwölf- jährige Mädchen, die durch Zufall und etwas Übermut in Gefahr geraten.

Gegensätzliche Figuren

„Ich musste mir natürlich gut überlegen, welche Protagonisten zum Eversten Holz als Szenerie passen. Ich fand den Gedanken von zwei gegensätzlichen Heranwachsenden sehr schön. Eines der Mädchen lebt mit seiner Mutter und dem Hund gegenüber des Parks. Es lässt sich mit seiner besten Freundin im Verlaufe der Erzählung in ein Abenteuer hineinziehen, das die Erwachsenen an die Grenzen ihrer Kräfte und die Mädchen in Lebensgefahr bringt,“ wie die Autorin erklärt.

Doch die Veröffentlichung ihres Buches hat für Ute Friedrich auch einen ernsten Hintergrund.

Bewusstsein schaffen

„Da ich mich im Eversten Holz so gut auskenne, merke ich sofort, wenn ein Baum oder ein Busch fehlt. Es sind in der Vergangenheit einige Bäume gefällt worden. Deshalb möchte ich mit einer Spende von einem Euro des Erlöses jedes Taschenbuches gemeinsam mit dem Verein Freunde des Eversten Holzes einen Lesebaum pflanzen.“ Dort solle dann eine Bank aufgebaut werden, so dass die Bürger Oldenburgs unter dem Baum lesen können.

Der Krimi ermöglicht es der 58-Jährigen, eine Verbindung von Literatur und Naturschutz zu schaffen. Ihr Ziel sei es, dass die Oldenburger wieder verstärkt auf das Eversten Holz aufmerksam werden:

„Es gibt dort viel zu entdecken. Als ich für die Geschichte recherchierte, habe ich mir den Bunker von allen Seiten angesehen und bin auch ein Stück hineingegangen. Sehr weit kam ich nicht, da dort Unrat lag. Jetzt ist der Bunker mit Grünpflanzen überwuchert. Die Tür ist geschlossen, weil sich dort das Fledermausquartier befindet.“ Genau diese Entdeckerfreude hat sich wohl auch auf ihre Protagonisten übertragen, was einen spannenden Erzählverlauf und ein nervenaufreibendes Abenteuer mitten im Eversten Holz garantiert.

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