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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Musik: Vom Organisten mehr zu sehen als der Hinterkopf

10.06.2020

Eversten Beethoven allenthalben und allerorten? Klar, der Musiktitan würde ja 250. Doch es gibt auch beethovenfreie Zonen, etwa auf Orgelemporen. Für die Orgel hat Beethoven so gut wie nichts in Noten gesetzt. Da wird auch Organist Johannes von Hoff am 28. Juni passen müssen.

Der Kantor von St. Ansgar lädt an diesem Tag zum zweiten Orgel-Wunschkonzert. Eine Stunde erfüllt von Hoff Wünsche, die ihm bis zum 19. Juni aufgetragen werden. Allein in der Everster Kirche sitzend, aber übers Internet weithin hörbar. Rund tausend Klicks hat er beim ersten Potpourri-Sonntag im Mai gezählt, „so viele Hörer würden auch ohne Einschränkungen gar nicht in unsere Kirche passen.“

„Natürlich lassen sich nur Häppchen bieten“, sagt der Organist. „Ein großes Zwanzig-Minuten-Werk käme wohl nicht wirklich an.“ Übers Internet wird eben doch nicht die ganze Frequenz des voluminösen Instruments abgebildet. „Vor allem“, schränkt von Hoff ein, „lässt sich die prägende Atmosphäre des Raums schlecht einfangen.“

Der Nachteil des Formats erwies sich zum Auftakt aber auch als Vorteil. Etliche Rückmeldungen zeigten: Es gab mehr vom Organisten und seinem Wirken zu sehen als sonst nur den Hinterkopf. Von Hoff moderierte und bekam „Spaß an Stücken, die er noch nie gespielt hatte.“ Etwa am Tanz der Zuckerfee von Tschaikowsky oder am Hummelflug von Rimskij-Korsakoff. Doch beachtenswert: „Zwischen Choralvorspiel und Bauernmarsch kam gleich zweimal der Wunsch nach einer Meditation von Maurice Duruflé.“ Auch Improvisationen wurden erbeten.

Und wer weiß: Vielleicht kommt ja doch jemand auf die Idee, sich Beethoven zu wünschen. Es gäbe ja etwa ein Adagio für eine mechanische Orgel, Werk ohne Opus 33/1. Beethoven hat auch mal den Zeitgeist bedient. Der schätzte damals die sogenannte Flötenuhr, ein Spielwerk mit Orgelpfeifen.

Für das digitale Wunschkonzert am 28. Juni um 17 Uhr in St. Ansgar können sich Hörer zwei oder drei Orgelwerke wünschen, möglichst nicht länger als sechs Minuten, per Mail an johannes.hoff@uni-oldenburg.de. Eine Auswahl ist dann ab 17 Uhr über youtube zu hören. Der Link ist kurz vor dem Konzert auf der Internetseite der Gemeinde zu erfahren: www.kirche-online.ansgar-oldenburg.de

Das Orgelwunschkonzert vom 10. Mai ist auch jetzt noch jederzeit nachzuhören (auch einzelne Werke) unter dem Link:


     youtu.be/8oqv0bhxu78 
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