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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Wer will ganz legal Graffiti sprühen?

07.09.2019

Eversten Eigentlich sorgen sie dafür, dass kahle Wände bunt werden. An diesem Abend aber ist es anders. Renke Harms steht auf einem Baugerüst und ist dabei, ein riesiges Graffito mit dunkler Farbe zu übermalen. Zwei Jahre strahlte das Kunstwerk in quietschbunten Farben Passanten an. Jetzt legt sich langsam aber sicher ein dunkler Mantel aus Grundierungsfarbe über die Fläche.

Das soll aber nicht mehr lange so bleiben. „Wir haben 900 Sprühdosen und mehr als 300 Liter zusätzliche Farbe besorgt, um neue Kunstwerke entstehen zu lassen“, berichtet Harms. Denn an diesem Samstag, 7. September, geht das Projekt Brückenkunst, das der Projektleiter der Graffiti-Werkstatt des Oldenburger Präventionsrates organisiert, in die zweite Runde.

Dabei geht es darum, legale Flächen für Graffiti-Künstler anzubieten und auch der Oldenburger Bevölkerung die Kunstform näher zu bringen. „Ganz nebenbei wird die Stadt bunter und freundlicher“, sagt Harms.

Ein buntes Programm

Zwei Jahre ist es her, dass das Projekt erstmals lief. Auf rund 1000 Quadratmetern Fläche brachten lokale und ortsfremde Graffiti-Künstler ihre farbenfrohen Werke mit Sprühdosen auf die gigantischen Brückenpfeiler der Autobahn 28 über der Hunte am Niedersachsendamm. Eingebettet war die Aktion damals in ein buntes Rahmenprogramm.

Das soll es auch in diesem Jahr wieder geben, wenn die Künstler ab 12 Uhr zu den Sprühdosen greifen werden. Die Musikgruppe „Permanent Aktiv“ wird Hip Hop, Funk und Discosounds spielen. „Später gibt es dann auch Drum and Bass, Techno und House“, sagt Harms. Außerdem bereiten die Streetfoodanbieter „Geschmacksträger“ und „Tikabasa“ leckeres Essen für hungrige Besucher zu. „Natürlich werden auch kühle Getränke angeboten“, versichert Harms.

Besonders interessant aber seien die Workshops, gerade für Besucher, die sich nicht mit dem Thema Graffiti auskennen. „Um 14, 16 und 18 Uhr gibt es die Möglichkeit, selbst die Sprühdose in die Hand zu nehmen“, verspricht der 27-Jährige.

Ansonsten sind es die Sprüher aus Oldenburg und umzu, die die großen Flächen mit anspruchsvollen Kunstwerken verzieren. „Die sogenannten Hall of Fame-Flächen werden regelmäßig neu gestaltet“, erklärt Harms das Konzept. „Außerdem gibt es Event- und Konzeptflächen, die nur zu besonderen Anlässen, wie an diesem Samstag, neu gestaltet werden.“ Zuletzt würde es noch die Übungs- und Anfängerflächen geben, die jederzeit übermalt werden können – wie in den Workshops.

Renke Harms ist sich sicher, dass die von langer Hand geplante Aktion ein voller Erfolg wird. „Auch wenn meine Arbeitswoche im Moment bei circa 60 Stunden liegt, lohnt sich der Aufwand, sagt der Künstler, der auch selbst zur Dose greifen will.

Wolfgang Alexander Meyer Redakteur / Redaktion Oldenburg/Westerstede
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