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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Ferres ohne Berührungsängste

14.09.2013

Oldenburg Unruhig nesteln die vielen Fotografen an ihren Apparaten, bei jedem anfahrenden Auto recken Kameramänner die Hälse. In letzter Minute vergrößern die Security-Männer den abgesperrten Bereich, Mikrofone ragen auf den roten Teppich.

Dann ist der Moment gekommen: Veronica Ferres schreitet über den roten Teppich – zu ihrem Stern am „Walk of Fame“ in Oldenburg. Dutzende Handys und Digitalkameras schnellen in die Höhe – versuchen, das Antlitz der 1,78 Meter großen Schauspielerin für immer einzufangen. Wie eine Diva tritt Ferres nicht auf; eher mädchenhaft reagiert sie auf die Zurufe der Fotografen wie „Hierher!“ oder „Lächeln!“

Begeisterte Zuschauer

Hunderte Zuschauer im Innenhof der OLB-Zentrale in der Gottorpstraße drängen näher. Eine von ihnen ist Karin Schönau: „Veronica Ferres ist eine tolle Charakterschauspielerin“, ist sich die 65-Jährige Oldenburgerin sicher – und sympathisch noch dazu. Tatsächlich nimmt sich die 48-jährige Berühmtheit viel Zeit. Neben Filmfestinitiator Torsten Neumann enthüllt sie feierlich ihren Stern am „Walk of Fame“ – als erste deutsche Schauspielerin. Mit zwei Blumensträußen in den Händen bedankt sie sich artig und fragt ihre Assistentin, ob sie ihr „die Blümchen“ abnehmen könnte.

Jetzt beginnt die spontane Autogrammstunde: „Ach, Kurt-Uwe heißen Sie? Kann es sein, dass Sie mir auch öfter schreiben?“ versucht Ferres zu jedem einen Bezug zu finden, der sie um ein Autogramm bittet. Mit zierlichen, rosa manikürten Fingern schreibt sie ihren Namen auf Bilder, die ihr von Fans ein bisschen hektisch über den Tisch geschoben werden und lässt sich Vornamen buchstabieren. „Noch acht Minuten“, raunt der Securitymann Ferres’ Assistentin, Inga Prudenz, bedeutungsschwer zu. Diese findet den Andrang der Oldenburger unglaublich sympathisch – „kein Schubsen“.

Fragen nach der Hochzeit

Fernsehkameras sind auf sie gerichtet. Auf die Vorbereitungen zur angekündigten Hochzeit mit ihrem Partner Carsten Maschmeyer angesprochen, reagiert Ferres gelassen und schmunzelt: „Wir wissen schon mal, wen wir heiraten.“

Das Programm ist streng getaktet, der nächste Termin wartet in der JVA an der Cloppenburger Straße auf sie. Nicht in der Limousine, sondern im grün-weißen Gefängnisbus wird sie vorgefahren. „Auf dem Weg habe ich einige nette Cafés gesehen“, berichtet die Schauspielerin von ihren Eindrücken.

An der Sicherheitsschleuse wird auch eine Veronica Ferres mit dem Detektor auf Waffen untersucht. Dann versammeln sich etwa 70 Zuschauer und 50 Insassen in der Gefängniskapelle. Ausgewählt wurden die Häftlinge nach Filminteresse.

Neben der Schauspielerin mitten im Publikum sitzen auch OLG-Präsident Dr. Gerhard Kircher und der Präsident der Polizeidirektion Johann Kühme. JVA-Direktor Gerd Koop kündigt den Film „Lena Fauch – Gefährliches Schweigen“ an, in dem Ferres eine Polizeiseelsorgerin spielt. „Der Strafvollzug sollte sich vor der Öffentlichkeit nicht verstecken“ so Niedersachsens Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz. Koop ergänzt, wie wichtig Vertrauen sei. „Das halte ich für sehr modern. Ein wunderbares Modell der Menschlichkeit hier in Oldenburg“, lobt Ferres, nachdem sie den „besonders gesicherten Haftraum“ gesehen hat.

Nach dem JVA-Rundgang ist Ferres’ Abreise angesagt – sie fliegt wieder zurück nach München. Dort wartet das Familienleben mit Maschmeyer und ihrer Tochter Lilly auf sie.

Evelyn Eveslage Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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