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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

KINO: Filme über Grauzone zwischen den Geschlechtern

07.01.2010
NWZonline.de NWZonline 2015-07-28T11:59:20Z 280 158

KINO:
Filme über Grauzone zwischen den Geschlechtern

Das Programm

Sechs Filme an vier Tagen zeigt CineVision beim zweiten Jugendfilmfestival:

Donnerstag, 21. Januar, 19 Uhr: But I’m a Cheerleader

Freitag, 22. Januar, 18 Uhr: Mein Leben in Rosarot, 20.30 Uhr: Transamerica

Sonnabend, 23. Januar, 18 Uhr: Tintenfischalarm, 20.30 Uhr: Lola und Bilidikid

Sonntag, 24. Januar, 14 bis 18 Uhr: Drag Workshop, 19 Uhr: Manche mögen’s heiß

Tickets und Dauerkarten für die Filme gibt es im Cine k, Bahnhofstr. 11. Für den Workshop ist eine Anmeldung per E-Mail an info@cine-k.de erforderlich.

Von Elena Grawe

Oldenburg Der Trailer flimmert über die Leinwand. Am Ende steht ein rosafarbenes Frauenpiktogramm mit Bart und Hose neben einem blauen Männchen im Rock – unklar, was jetzt männlich oder weiblich ist. Mit diesem kurzen Streifen wirbt die Jugendgruppe CineVision des Cine k in der Kulturetage jetzt für ihr zweites Jugendfilmfestival von Donnerstag, 21. Januar, bis Sonntag, 24. Januar. Thema diesmal: Geschlechterorientierung. Titel: „Zwischen Rosa und Blau“.

„Homosexualität, Transsexualität, Intersexualität und Doing-Gender“, zählt Mylene Streit die Bereiche auf, die die sieben Jugendlichen der Arbeitsgruppe mit dem Filmfestival angehen wollen. Zuerst sei es nur um sexuelle Orientierung gegangen, berichtet sie, da dieses Thema auch im Freundeskreis oder der Familie präsent sei. „Deswegen haben wir uns gedacht, da was zu machen.“

Bei den Recherchen hätten die 17- und 18-Jährigen aber schnell gemerkt, dass es noch mehr gibt, ergänzt Josefine Schrötter. „Wir kamen auf Filme zu Intersexualität.“ Also über Menschen, die weder eindeutig Frau noch Mann sind. „Deswegen haben wir das Thema ausgeweitet.“

Sechs Filme zeigen die Jugendlichen dem Publikum. Komödien wie „But I’m a Cheerleader“ über eine lesbische Cheerleaderin im Umerziehungscamp oder Dokus wie „Tintenfischalarm“ über den Intersexuellen Alex Jürgen, der lange in die Frauenrolle gezwungen wurde und nun als Mann lebt.

Ergänzend bietet das CineVision-Team Gesprächsrunden nach den Filmen sowie einen „Drag Workshop“ an. Frauen kleben sich einen Bart an, Männer greifen zu Stöckelschuhen. Betreut werde der Workshop von Pädagogen, kündigt Marion Fittje vom Medienbüro Oldenburg der Kulturetage an. Gemeinsam mit Kollegin Antje Hoffmann stand sie dem Team von CineVision beratend zur Seite. Den Großteil der Arbeit hätten die Jugendlichen aber selbst geschultert: Recherche, Filmsichtung, Flyer- und Poster-Gestaltung, das Drehen des Comic-Trailers und Sponsoren-Suche. Außerdem absolvierten sie einen sechsstündigen Workshop zum Thema.

Unerfahren sind die Jugendlichen dabei nicht an das Projekt herangegangen – 2008 haben sie bereits ihr erstes Filmfestival, „Vorsicht Jugend“, organisiert.

„Wir hoffen, dass Besucher mehr über diese Menschen lernen“, beschreibt Jonas Wulff das Ziel des Projekts. „Und dass wir damit mehr Toleranz schaffen.“