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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Großer Glanz mit vielen Stars

08.09.2017

Oldenburg Es gibt nur einen Nicolas Cage, klar. Und es gibt mittlerweise 24 Oldenburger Filmfeste. Weil das so ist, und weil der Hollywoodstar gerade erst im vergangenen Jahr das Festival mit seiner Anwesenheit veredelt hat, gibt es heuer eben keinen Nicolas Cage in Oldenburg. „Aber keine Sorge“, beruhigt Filmfest-Direktor Torsten Neumann, „spannend und aufregend und auch glamourös wird es trotzdem.“ Vom 13. bis zum 17. September sind darum auch jede Menge hochinteressante Leute und Filme zu bestaunen.

45 Lang- und 15 Kurzfilme haben Neumann und sein Mitarbeiterstab aus einer Bewerbungsflut von über 1000 Arbeiten ausgewählt, haben Schwerpunkte gesetzt, Überraschendes entdeckt und verloren Geglaubtes entstaubt. Die Filme - allesamt mindestens Deutschland-Premieren, überwiegend aber Europa- und sogar Weltpremieren – und die Regisseure, Produzenten und Schauspieler wagen sich an Neues, ohne das Medium neu erfinden zu wollen. Unabhängiges Kino vom Feinsten, dieses Motto treibt das Festival seit seiner Gründung im Jahr 1994 voran.

Trailer vom Filmfest Oldenburg

Programm vom Filmfest Oldenburg

Und seit jenen Tagen gilt ebenso: Das Programm steht erst dann endgültig, wenn der erste Streifen angelaufen ist. Was für den Mittwoch, 13. September, bedeutet: Mit dem ebenso harten wie zarten Sozialdrama „Familiye“ wird um 19 Uhr in der kleinen EWE Arena das 24. Filmfest eröffnet. Kubilay Sarikaya und Sedat Kirtan inszenieren darin die Geschichte einer Familie im Berliner Stadtteil Neustadt, setzen so ihrem Kiez und den Menschen dort ein Denkmal. Die Regisseure übernehmen folgerichtig auch die Hauptrollen in ihrem Werk, außerdem spielen Arnel Taci, Violetta Schurawlow, der Rapmusiker Xatar und andere mit.

Begleitet von dem Schauspieler Moritz Bleibtreu, einem Ko-Produzenten von „Familiye“, werden viele Akteure des Films die Eröffnungsgala besuchen, außerdem werden zahlreiche weitere Stars und Sternchen erwartet – der rote Teppich vor der Halle wird wie immer von Fans und Fotografen dicht umlagert sein.

Der Titel „Ehrengast des Festivals“ gebührt in diesem Jahr mindestens zwei Menschen: Produzent Edward R. Pressman, dem eine Retrospektive mit acht seiner weit über 80 Filme gewidmet ist, sowie der Fernseh- und Filmschauspieler Lou Diamond Phillips (berühmt u.a. durch „La Bamba“ und „Young Guns“), der seinen neuesten Film „Quest“ präsentieren wird.

Überhaupt Filme: Sie stehen, Staraufgebot hin oder her, im Mittelpunkt der fünf Oldenburger Glamourtage. Und hier hat Torsten Neumann trotz eines traditionell schmalen Budgets von 350 000 Euro („Reicht das? Es reicht ja immer. Irgendwie.“) diverse Preziosen versammelt. Das Angebot reicht von einer „Tatort“-Premiere mit Maria Furtwängler („Der Fall Holdt“) bis zum Oscar-prämierten Hollywood-Knüller „Talk Radio“ (Teil der Pressman-Retrospektive), vom Boxerdrama „A Violent Man“ bis zur detailverliebten Stop-Motion-Sensation „Junk Head“ oder auch vom dänischen Bruderkampf in „Winter Brothers“ bis zur luxemburgischen Komödie „Alte Jungs“, die als Abschlussfilm des Festivals im Staatstheater läuft.

Dazwischen ist Platz genug für Spaß („Bernard & Huey“) und Spannung („Outrage Coda“), für Tragödie und Komödien. Und natürlich ist Zeit für die Besonderheiten dieses Filmfestes: Bei keinem anderen Festival gibt es Vorstellungen in einer Justizvollzugsanstalt, und nur hier werden Berühmtheiten mit einem Stern auf dem „Walk of Fame“ vor der Oldenburger OLB-Zentrale geehrt. Das Oldenburger Filmfest ist eben auf seine Art einzigartig – man sollte dabei sein!

Klaus Fricke

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