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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

URAUFFÜHRUNG: Finale kommt furioso e con Popo

04.05.2009

OLDENBURG Ein Werk! Fünf Komponisten! Ha! Darüber können viele Oldenburger beim 5. Kammerkonzert im Kleinen Haus nur milde lächeln. Stephania Lixfeld (Flöte), Ulrike Böhmer (Violine), Jessica Syfuß (Viola) und Jason Weaver (Klavier) heben das Stück „7MOBILE“ aus der Taufe - und danach verneigen sich 19 Komponistinnen und Komponisten in den Beifall und einen Bravo-Ruf hinein.

28 sind es sogar insgesamt, von Alpers, Rebecca, bis Wolter, Christian. Das sind Schülerinnen und Schüler der Cäcilienschule. Sie haben in der Musikklasse 7 M das Quartett im Rahmen eines internationalen Projekts namens „Response“ entworfen. Zutaten: Musikalische Grundkenntnisse, Fantasie, Experimentierlaune, Gruppenarbeit, Eigenverantwortung, Freude an Klängen und Sinn für Strukturen. Zur Seite standen Musiklehrerin Bettina Heno, Komponist Ali Gorji vom Bremer Atelier für Neue Musik sowie Mitglieder des Oldenburgischen Staatsorchesters.

Schnalzen und ploppen

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Vorher spielen sich die vier Musiker warm, und da sind die Komponisten fast noch Leichtgewichte. Es geht ja alles noch ganz gesittet nach Noten in der Serenade op. 25 von Beethoven, dem Kegelstatt-Trio von Mozart und Prelude, Recitativ et Variations von Maurice Durufle. Die Geigerin mit wohl dosiertem Vorwärtszug, die Bratscherin mit packend feinem Klang, die Flötistin mit bezwingendem Gefühl, der Pianist mit großer Umsicht.

Aber bei „7MOBILE“ sind alle Noten antiquiert. Zeichnungen, Worte, Grafiken, Linien, Schlängel, Symbole, Flächen schlagen die musikalische Umsetzung vor. Berit oder Carlotta haben die Idee, einen Tennisball auf die Klaviersaiten fallen und hüpfen zu lassen. Katherina, Pia oder Johanna denken an „quietschendes Glissando“ und ein „Auseinandergehen von Ausgangstönen“. Schnalzen muss es, klappern, ploppen. Doch die Schrecken aus der Partitur schwinden. Die vier Musiker zaubern daraus manchmal regelrechte Wohlklänge, Überraschungen, spannende Dissonanzen, weit tragende Passagen, kurzfristige Wendungen. Klingt sagenhaft!

„Breiter Schlussakkord“

Der Schlussakkord kommt vom Klavier und gerät breiter als mit zwei Händen. Jason Weaver schaut auf die Uhr, zählt die Sekunden herunter - und setzt sich mit dem Hinterteil auf die Tastatur. Kein Andante con Variazioni à la Beethoven, kein Allegretto à la Mozart. Stattdessen ein „Finale furioso e con Popo“, sozusagen, à la 7 M.

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