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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Frauen droht Vereinsamung im Alter

17.02.2014

Oldenburg Knapp 26 Jahre nach der Gründung des Frauenbüros sei Oldenburg in Sachen Gleichstellungspolitik „sehr gut aufgestellt“. Das sagte Cornelia Rundt, als Niedersächsische Sozialministerin auch für Gleichstellung zuständig, am Sonntag bei der Eröffnung der Ausstellung „Frauen.Oldenburg – vom Tomatenwurf zur Frauenquote“ im Stadtmuseum. Initiativen und Projekte seien sehr gut vernetzt, Mädchenhaus und der Runde Tisch gegen häusliche Gewalt etabliert.

Dennoch, so die Ministerin, seien in der Landespolitik viele Fragen zu lösen. Kurz vor dem Abschluss stünde etwa die Verabschiedung einer Quote für den öffentlichen Dienst des Landes, die 50 Prozent Frauenanteil quer durch alle Besoldungs- und Entgelt gruppen festschreibe.

Zudem stelle der demografische Wandel die Gesellschaft vor große Herausforderungen. „Wir müssen verhindern, dass alleinstehende Frauen vereinsamen“, sagte Rundt. Bei den 85-Jährigen kämen auf 100 Männer 248 Frauen – und bei den Ruhestandsbezügen bekämen Frauen im Schnitt 58 Prozent weniger als Männer.

Dr. Friedrich Scheele, Direktor der Museen, Sammlungen und Kunsthäuser in Oldenburg, gab einen Überblick über die „Wellen“ der Frauenbewegung. Von etwa 1850 bis 1920 sei es darum gegangen, grundsätzliche Rechte zu erstreiten: Bildung, Wahlrecht, berufliche Teilhabe.

In den 1960er- und 1970er-Jahren ging es dann auch auf den Straßen um die Abschaffung des Paragrafen 218 (Verbot der Abtreibung), das Recht auf sexuelle und berufliche Selbstbestimmung. So sei erst 1977 das neue Eherecht in Kraft getreten, dass der Ehefrau auch ohne Zustimmung ihres Mannes den Abschluss eines Arbeitsvertrages erlaubte. Zuvor hatte der Ehemann sogar das Recht, den Arbeitsvertrag seiner Frau zu kündigen – ohne sie zu fragen. Die offene Protestbewegung der Frauen sei in die Professionalisierung und Institutionalisierung der feministischen Arbeit übergegangen, wie sie sich etwa in Frauenbüros manifestiere.

Oldenburgs Gleichstellungsbeauftragte Kornelia Ehrhardt berichtete über die dreijährige Vorbereitungszeit für die bis zum 16. März zu sehende Ausstellung (NWZ  berichtete). Sie betonte, dass es ihr am Herzen lag, auch junge Frauen einzubinden. Studierende der Uni arbeiteten mit, und, so Ehrhardts Fazit: „Es hat sich etwas geändert im Geschlechterverhältnis. Wir sollten als ältere Generation den jungen Männern und Frauen vertrauen.“ Sie würdigte die Arbeit ihrer Vorgängerinnen und hoffte, dass „das Lob der Ministerin uns alle anspornt weiterzuarbeiten“.

Thorsten Kuchta stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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