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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Sv Ofenerdiek: Frauen singen seit zehn Jahren nur für sich

08.04.2015

Ofenerdiek Das Rudelsingen – dieses Karaoke für Gruppen – wurde nun zwar nicht in Ofenerdiek erfunden. Eine Vorgänger-Variante aber vielleicht doch. Denn schließlich geht es darum, dass sich Menschen zusammentun, die gerne singen, gleichzeitig aber von sich meinen, dass sie es eigentlich gar nicht können. In Ofenerdiek ist auf diese Weise der „Kann-nicht-Chor“ entstanden. Und das war vor zehn Jahren.

Erika Kropp und Wilma Oltmanns, die sich aus einer Gymnastikgruppe des SV Ofenerdiek kannten, hatten die Idee, im Verein einen Chor zu gründen. „Es sollte zunächst ein Frauen-Shantychor sein“, erinnert sich Erika Kropp. Davon kam man dann aber ab. Mit sechs Frauen wurde der „Kann-nicht-Chor“ im Jahr 2005 ins Leben gerufen. Voraussetzung: Man muss Mitglied im SV Ofenerdiek sein. Vorgabe: „Wir singen nur für uns und nicht für andere.“ Mittlerweile ist das Ensemble mächtig gewachsen. Heute zählt es 43 Frauen im Durchschnittsalter um die 70. Sie alle meinen, sie können gar nicht singen. Doch, wenn Chorleiterin Erika Kropp ihren Dirigentenstab (ein Schneebesen) hebt, dann erklingt ein wohltönender Gesang, in dem der Spaß mitschwingt.

„Wir sind miteinander älter geworden. Es ist eine schöne Gemeinschaft entstanden“, sagt Hildegard Schröder. Sie und Brigitte Schröder sorgen noch auf besondere Weise für den Zusammenhalt. Denn als „Schröder & Schröder“ bilden sie seit einigen Jahren den Festausschuss und organisieren aufs Beste das Kohlessen, die Spargeltour und die Weihnachtsfeier. Komplettiert wird der Vorstand durch Kassenwartin Gisela Janßen und Schriftführerin Erika Völkl.

Alle drei Wochen trifft sich der „Kann-nicht-Chor“ zum Singen im Vereinsheim – selbstverständlich hinter verschlossenen Türen. Beginn ist um 17.30 Uhr. „Die erste halbe Stunde wird nur gequasselt. Erst danach singen wir“, beschreibt Erika Kropp. Sie gibt bei jedem Übungsabend vor, welche Lieder angestimmt werden. Alle Texte hat Erika Völkl am PC festgehalten – für das Liederbuch, das jedes Chormitglied erhält. Volkslieder, Kinder-, Küchen- und Kirchenlieder, Stimmungslieder sowie Kanons gehören zum Repertoire der Frauen.

Wenn eine von ihnen Geburtstag hat, dann kann sie sich wünschen, was gesungen wird. Und da fast jedes Mal irgendein Geburtstag gefeiert wird, mangelt es nicht an Sekt und Knabbereien. Ein weiteres Ritual ist das Abschiedslied, bei dem sich alle an den Händen halten: „Fröhlich singen mit Humor, das macht Spaß im Kann-nicht-Chor.“

„Ich hätte nicht gedacht, dass es den Chor auch nach zehn Jahren noch gibt“, sagt Erika Kropp. Sie und ihre Mitstreiterinnen freuen sich über den großen Zusammenhalt. Diese sozialen Kontakte seien gerade auch im Alter so wichtig, betonen sie; Infos unter Tel. 607 27 (Erika Kropp).

Susanne Gloger Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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