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Konzert: Fröhlich singend in den Frühling

24.03.2015

Oldenburg Die Sonne schien auf weiße Blusen und blaue Halstücher, die Klänge der Chöre schwangen über schwarze Sakkos und rote Krawatten: Geschlossen saßen elf Gesangsgruppen des Sängerkreises Oldenburg im Publikum verteilt. Alle zwei Jahre kommen die Chöre des Vereins zum Kreischorkonzert zusammen – am Sonntag fluteten 270 Stimmen mit Sang und Klang die Aula der Cäcilienschule am Haarenufer. Die Handwerker Liedertafel musste absagen, dafür sprang der Chor Gemütlichkeit aus Rostrup ein.

Orange, rot, blau und grün: Der Chor Kleinanzeiger brachte die Farben des Frühlings mit. Primeln in allen Farben standen still und lieblich auf der Bühne, riefen gleichzeitig laut nach Wärme, frischen Gräsern und Frühstück auf der Terrasse. Passend dazu sangen die Bloherfelder Frauen „Der Winterschlaf ist vorbei“. Der Männerchor der EWE reihte sich auf und schmetterte einen rhythmischen Boogie auf die Bühne. Der Blues befreite schlaffe Schultern und steife Hälse: Das Publikum klatschte zur Musik und wippte munter mit – ein bisschen Boogie zum Frühling muss eben sein.

Dietmar Bruschke moderierte das Chorkonzert mit Witz und Charme. Mit der Einigkeit Oldenburg-Donnerschwee stand er auch noch selbst auf der Bühne. „Nun kommt etwas Besonderes, mein Chor“, sagte er mit einem Augenzwinkern; und das Lied „Mien lüttjen grönen Kaktus“ der Donnerschweer Sänger kam gut an.

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Den Ofenerdieker Frauenchor kündigte Bruschke als „die geballte Freundlichkeit und Anmut“ an – und so war es auch: Mit „Moin, moin“ wurden die Zuhörer begrüßt und mit dem fröhlichen Lied „Es war so schön mit dir“ wieder verabschiedet.

Zu „Dona, dona“ von dem Chor der Brüderschaft summten viele Frauen gut gelaunt mit. Die Brüderschaft wurde im Mai 1890 gegründet und feiert dieses Jahr sein 125-jähriges Bestehen. „Heute ist kein Gründungsmitglied mehr dabei“, sagte Bruschke schmunzelnd.

Hanna Gramatke (82) aus Oldenburg singt selbst auch in einem Chor und ist am Sonntag in Stimmung gekommen: „Es macht Spaß, hier zuzuhören. Die Kleinanzeiger, der Frauenchor Ofenerdiek und die Bümmersteder haben mir am meisten gefallen.“

„Alle Chöre singen gemeinsam“ war das Experiment am Ende des Nachmittags. Das Lied „Von fern klingt leise eine Melodie“ wurde in den Chören nur einzeln geübt und einstudiert. Unter der Leitung von Ralf Schöll, mit der Spontanität der Chöre und wegen der Freude am gemeinsamen Singen glückte dieses Experiment.

„Das Singen in der Gemeinschaft tut allen gut, den Sängern und den Zuhörern“, sagte Bürgermeisterin Annelen Meyer. In Oldenburg gäbe es großen Zulauf zur Chormusik – auch bei Jugendlichen, weiß sie. „Man kann guter Hoffnung sein, dass das Musizieren in Zukunft zunehmend Begeisterung findet in unserer medialen Welt.“

Nina Janssen Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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